Prinzipien wie Zero Trust und das Principle of Least Privilege (PoLP) beruhen auf einer Kernannahme: Jede digitale Identität muss eindeutig identifiziert, verwaltet und kontrolliert werden. Obwohl sich Organisationen traditionell auf menschliche Benutzer konzentriert haben, sind Maschinenidentitäten mittlerweile zentral für die moderne Sicherheitsarchitektur geworden. Die Hauptursache ist, dass Cloud-Dienste, APIs, Microservices, Container und KI-Agenten traditionelle Netzwerk-Perimeter eliminiert haben. Maschinen, die auf diese Weise betrieben werden, überschreiten die Grenzen der traditionellen Infrastruktur und können nicht mehr durch herkömmliche Firewalls effektiv verwaltet oder eingeschränkt werden. Die effektive Verwaltung von Maschinenidentitäten ist jedoch eine Herausforderung, und einige häufige Fehler müssen vermieden werden. Es ist wichtig, die Grundlagen richtig zu legen. In den meisten Unternehmen hat der Schutz der digitalen Identität der Mitarbeiter dank der weit verbreiteten Einführung von Multifactor Authentication (MFA) und Passkeys in den letzten Jahren ein zufriedenstellendes Niveau erreicht. Sie verfügen über einen Mechanismus, der eine größere Resistenz gegen Phishing-Angriffe bietet und durch Kryptographie geschützt ist. Im Idealfall verwaltet eine einzige IAM-Plattform die digitalen Identitäten von Mitarbeitern und Maschinen. Im Gegensatz dazu funktionieren die Registrierungs- und Authentifizierungsverfahren für Maschinenidentitäten nach ganz anderen Prinzipien. Im modernen Zeitalter wird die persönliche Identität typischerweise von der umgebenden Infrastruktur geprägt.
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