Auf den Punkt: Cloud Attack Surface Management korreliert Daten aus Cloud-APIs, DNS, Zugriffsrichtlinien und Identitätsbeziehungen, um die dynamische Angriffsfläche moderner Cloud-Umgebungen sichtbar zu machen, die klassische statische Sicherheitswerkzeuge nicht mehr erfassen.
Mit dem Umzug in Public-Cloud-Plattformen verändert sich die Angriffsfläche von Unternehmen grundlegend: Statt statischer Perimeter entstehen dynamische Ökosysteme aus Diensten, Identitäten, APIs und Konfigurationen. Cloud Attack Surface Management (Cloud ASM) soll Sicherheitsteams helfen, diese sich ständig wandelnde Umgebung sichtbar und beherrschbar zu machen.
Traditionelle Sicherheitswerkzeuge wurden für statische IT-Umgebungen entwickelt und sind laut Dave Shackleford von Voodoo Security schlecht darauf ausgelegt, die häufigen und dynamischen Änderungen zu erfassen, die in Cloud-Plattformen und -Produkten fortlaufend auftreten. Sicherheitsteams stehen dadurch vor der Herausforderung, Bedrohungen von Angreifern, die gezielt nach Schwachstellen suchen, nicht rechtzeitig identifizieren, blockieren oder darauf reagieren zu können.
Vor diesem Hintergrund setzen viele Unternehmenssicherheitsteams inzwischen auf Cloud-ASM als Ergänzung oder Ersatz veralteter Werkzeuge. Cloud-ASM übertrgt klassische Prinzipien des Attack Surface Management auf Cloud-native Umgebungen: Es ermöglicht die Entdeckung, Verfolgung und den Schutz aller exponierten Assets in SaaS- und IaaS-Umgebungen, unabhängig davon, ob diese absichtlich oder versehentlich offengelegt wurden.
Im Kern spezialisieren sich Cloud-ASM-Lösungen auf die Entdeckung, Bewertung und Reduzierung von internetseitig erreichbaren oder Cross-Tenant-Cloud-Assets, die potenziellen Bedrohungen ausgesetzt sind. Dazu kartiert Cloud-ASM den Cloud-Fußabdruck einer Organisation, indem es Daten aus Cloud-Provider-APIs, DNS-Einträgen, Zugriffsrichtlinien, IP-Bereichen, SaaS-Integrationen und Identitätsbeziehungen korreliert. Das Ergebnis ist eine möglichst genaue und umfassende Sicht auf die tatsächliche Cloud-Präsenz eines Unternehmens.
Für Sicherheitspraktiker bedeutet dies in der Praxis, dass klassische, auf statische Netzwerkgrenzen ausgelegte Scan- und Inventarisierungsansätze um Cloud-ASM-Funktionen ergänzt werden sollten, um Schatten-IT, Fehlkonfigurationen und ungeschützte Schnittstellen über verschiedene Cloud-Provider und SaaS-Dienste hinweg kontinuierlich zu erkennen.
Quelle: www.computerweekly.com · Erschienen 7. Mai 2026
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