Auf den Punkt: Anthropic bietet mit Claude Science eine spezialisierte Forschungsumgebung mit 60+ Datenbanken und stellt Claude Sonnet 5 als kostengünstigeres Modell mit autonomen Agent-Fähigkeiten bereit.
Anthropic hat Claude Science, eine Desktop-Anwendung für wissenschaftliche Forschung, sowie das Modell Claude Sonnet 5 mit autonomen Coding-Fähigkeiten vorgestellt. Sonnet 5 wird zu Einführungspreisen ab 2 US-Dollar pro Million Input-Token angeboten.
Claude Science läuft als Desktop-Applikation auf lokalen Geräten statt im Browser und richtet sich an Forscher. Die Plattform bündelt wissenschaftliche Werkzeuge und bietet nativen Zugriff auf über 60 spezialisierte Datenbanken. Sie kann komplexe wissenschaftliche Daten wie dreidimensionale Proteinstrukturen, Genombrowser-Tracks und chemische Strukturen darstellen. Die Anwendung automatisiert zudem die Verteilung von Rechenprozessen auf lokale Hardware oder externe Server-Cluster. Claude Science ist ab sofort als Beta-Version für Nutzer der Tarife Pro, Max, Team und Enterprise verfügbar.
Claude Sonnet 5 wurde für die eigenständige Planung und Durchführung mehrstufiger Software-Projekte konzipiert. Das Modell kann autonom Werkzeuge wie Terminals und Browser bedienen. Anthropic positioniert Sonnet 5 als kostengünstigere Alternative zu früheren Versionen wie Sonnet 4.6, während die Leistung beim logischen Schließen und Programmieren das Niveau von Opus 4.8 erreichen soll.
Die Preisgestaltung für Sonnet 5 sieht bis 31. August 2026 Einführungssätze von 2 US-Dollar pro Million Input-Token und 10 US-Dollar pro Million Output-Token vor. Danach gelten Standardsätze von 3 US-Dollar beziehungsweise 15 US-Dollar pro Million Token.
Sonnet 5 verfügt über standardmäßig aktivierte Filter zur Identifikation schädlicher Anfragen und zeigt laut Anthropic höhere Resistenz gegen Prompt-Injection-Angriffe sowie weniger Halluzinationen als Sonnet 4.6. Bei Cybersicherheitstests war das Modell nicht in der Lage, vollständig funktionierende Exploits zu entwickeln. Anthropic hat für das Modell Echtzeitschutzsysteme implementiert, um gefährliche Verwendungszwecke zu blockieren.
Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 1. Juli 2026
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