Auf den Punkt: Gemini Intelligence erfordert mindestens 12 GByte RAM, einen Flaggschiff-Chip und Gemini Nano v3, wodurch selbst aktuelle Geräte wie Pixel 9, Galaxy Z Fold 7 und Xiaomi 17 Ultra von der On-Device-KI ausgeschlossen bleiben.
Googles neue On-Device-KI-Generation Gemini Intelligence stellt derart hohe Anforderungen an Smartphones, dass selbst aktuelle Geräte wie das Pixel 9 Pro, das Galaxy Z Fold 7 und das Xiaomi 17 Ultra nicht kompatibel sind. Verantwortlich sind Vorgaben bei RAM, Chipsatz und der unterstützten Version von Gemini Nano.
In einer Fußnote zur Ankündigung von Gemini Intelligence präzisiert Google die Mindestanforderungen: Geräte benötigen mindestens 12 GByte RAM, womit Einsteiger- und Mittelklassemodelle sowie Googles eigene a-Serie mit 8 GByte RAM von vornherein ausscheiden. Hinzu kommt die Vorgabe eines „qualifizierten SOC“, in Klammern als „Flaggschiff-Chip“ bezeichnet – gemeint sind damit voraussichtlich die Topmodelle von Qualcomm und MediaTek sowie Googles eigene Tensor-Chips der aktuellen und kommenden Generation. Die entscheidende Hürde ist jedoch die geforderte On-Device-KI-Version: Gemini Intelligence setzt mindestens Gemini Nano v3 voraus. Laut Googles Entwicklerdokumentation zu den GenAI-APIs von ML Kit sind nur Smartphones ab Baujahr 2025 mit dieser Version kompatibel.
Das schließt zahlreiche Geräte aus, die auf den ersten Blick leistungsstark genug wirken sollten. Betroffen sind unter anderem die gesamte Pixel-9-Serie, Honors Magic V5, Magic 7 und Magic 7 Pro sowie das OnePlus 13 – allesamt noch auf Gemini Nano v2 beschränkt. Auch aktuelle 2026er-Modelle wie Xiaomi 17 und 17 Ultra sowie eine Reihe weiterer Xiaomi-Geräte sowie Samsungs Galaxy Z Fold 7 fehlen in der Liste kompatibler Geräte. Für Unternehmen, die Android-Flotten verwalten oder Beschaffungsentscheidungen treffen, bedeutet dies, dass die Verfügbarkeit von Gemini Intelligence kein reines Software-Update-Thema ist, sondern eng an konkrete Hardware-Generationen gekoppelt bleibt – auch bei Geräten, die erst kürzlich angeschafft wurden.
Neben den Hardwareanforderungen macht Google auch Vorgaben zum Update-Lebenszyklus verbindlich: Hersteller, die Gemini Intelligence auf ihren Geräten anbieten wollen, müssen mindestens fünf Jahre Android-Updates und sechs Jahre quartalsweise Sicherheitspatches zusichern. Zusätzlich verlangt Google den Einsatz der im vergangenen Jahr vorgestellten Virtualisierungstechnik pKVM (protected Kernel-based Virtual Machine), die sicherstellen soll, dass von der KI verarbeitete Daten ausschließlich lokal verbleiben und nicht unautorisiert von anderen Apps ausgelesen werden können.
Für Praktiker in IT-Beschaffung und Mobile-Device-Management relevant ist vor allem die Kombination aus On-Device-Verarbeitung – ein Vorteil für Datenschutz und Compliance, da keine Cloud-Übertragung nötig ist – und den strengen Zertifizierungsanforderungen an Update-Garantien und Sicherheitsarchitektur. Wie beim bisherigen Gemini-Assistenten dürfte die Nutzung von Gemini Intelligence optional bleiben, für Organisationen mit älterer oder gemischter Gerätelandschaft ist die Funktion in absehbarer Zeit jedoch schlicht nicht verfügbar.
Quelle: www.heise.de · Erschienen 18. Mai 2026
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