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Fraunhofer entwickelt RISC-V-Sicherheitschip, Globalfoundries fertigt in Dresden

Auf den Punkt: Fraunhofer-Institute und Globalfoundries Dresden bringen einen offenen RISC-V-Sicherheitschip in Produktion, der digitale Souveränität und Supply-Chain-Transparenz für kritische Systeme erhöht.

Deutsche Fraunhofer-Institute haben ein Secure Element auf RISC-V-Basis entwickelt, das auf OpenTitan aufbaut und von Globalfoundries in Dresden in Produktion geht. Das Projekt adressiert strategische Anforderungen an digitale Souveränität in der Chipfertigung.

Mehrere Fraunhofer-Institute haben gemeinsam ein Secure Element auf Basis des offengelegten OpenTitan-Designs entwickelt. Das System folgt der RISC-V-Architektur, einer offenen Instruktionssatzarchitektur ohne proprietäre Lizenzen. Die Fertigung erfolgt durch Globalfoundries am deutschen Standort Dresden.

Für CTOs bedeutet dieses Projekt eine Reduzierung von Abhängigkeiten bei sicherheitskritischen Chipkomponenten. Bislang sind viele Secure-Element-Lösungen auf proprietären Designs oder nicht-transparenten Implementierungen aufgebaut. Ein offenes, in Deutschland verfertigtes Design bietet Transparenz und schließt geopolitische Abhängigkeitsrisiken aus, die sich aus ausländischer Chipfertigung oder geschlossenen Designs ergeben.

OpenTitan ist ein von Google und Sponsoren entwickeltes quelloffenes Sicherheitshardware-Projekt, das als Vorlage für die Implementierung dient. Die Integration in deutsche Fertigung schafft eine Supply-Chain-Kontrolle, die für regulatorisch relevante Systeme in der DACH-Region zunehmend erwartet wird – insbesondere unter NIS2-Anforderungen an strategische Infrastruktur.


Quelle: www.heise.de · Erschienen 6. Juli 2026
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