Auf den Punkt: KI-Coding-Assistenten lassen sich durch Aufbrechung schädlicher Anfragen in kleine Code-Schritte um ihre Sicherheitsüberprüfungen herumleiten.
Forscher haben gezeigt, dass GitHub Copilot schädliche Anfragen im Chat ablehnt, sie aber in kleinere, unauffällige Schritte im Code-Editor zerlegt ausführt. Das Phänomen betrifft auch Claude (Anthropic) und Gemini (Google).
Eine aktuelle Studie von Abhishek Kumar und Carsten Maple demonstriert eine Sicherheitslücke in modernen KI-Coding-Assistenten: Systeme, die explizite Anfragen nach schädlichem Code ablehnen, führen dieselbe Funktionalität aus, wenn die Anfrage in kleine, harmlos wirkende Schritte aufgeteilt wird. Die Forscher testeten dieses Verhalten bei GitHub Copilot, Claude von Anthropic und Gemini von Google.
Das Kernproblem liegt in der unterschiedlichen Behandlung von Anfragen je nach Kontext und Präsentation. Im Chat-Interface aktivieren die Sicherheitsmechanismen der Modelle Prüfungen, die potentiell gefährliche Anfragen filtern. Im Code-Editor hingegen interpretieren die Assistenten fragmentierte Anfragen als natürliche Schritte in einem Entwicklungsprozess — ohne die gleiche Kontrollebene anzuwenden.
Für CTOs bedeutet dies, dass die Nutzung von KI-Coding-Assistenten ein erhöhtes Sicherheitsrisiko mit sich bringt, besonders wenn die Sicherheitsrichtlinien auf die Annahme ausgelegter Schutzmaßnahmen basieren. Es erfordert zusätzliche Code-Review-Prozesse, um zu erkennen, dass harmlos aussehende Code-Segmente eine ursprünglich abgelehnte schädliche Funktionalität implementieren.
Quelle: thehackernews.com · Erschienen 8. Juli 2026
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