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DigiCert-Studie: 78 % der Unternehmen melden KI-Sicherheitsvorfälle

Auf den Punkt: Sicherheitsvorfälle im KI-Umfeld sind weit verbreitet, doch fehlende zentrale Transparenz und Governance hindern Unternehmen daran, Risiken vollständig zu kontrollieren.

Eine DigiCert-Studie zeigt, dass KI-Sicherheitsrisiken bereits in der Praxis angekommen sind — 78 Prozent der Organisationen haben Vorfälle erlebt oder Schwachstellen identifiziert. Trotz rasantem Technologie-Rollout fehlt es vielen an Transparenz und Governance.

78 Prozent der befragten Organisationen berichten von KI-bezogenen Sicherheitsvorfällen oder Schwachstellen. Parallel wächst die Deploymentgeschwindigkeit: Drei von vier Unternehmen haben in den vergangenen sechs Monaten mindestens vier neue KI-gestützte Systeme eingeführt. Diese Diskrepanz zwischen Wachstum und Sicherheitsbereitschaft kennzeichnet die aktuelle Lage in Unternehmens-IT-Abteilungen.

Die zentrale Herausforderung liegt in der fehlenden Sichtbarkeit. Nach Aussage der Studie verfügt fast jedes zweite Unternehmen über keine zentrale Transparenz bezüglich der eingesetzten KI-Systeme und deren Aktivitäten. Parallel dazu können 45 Prozent der Organisationen nicht vollständig nachvollziehen, auf welchen Modellen und Datenquellen ihre KI-Entscheidungen basieren. Diese fehlende Nachvollziehbarkeit erschwert Incident Response und gefährdet die Einhaltung von Compliance-Anforderungen.

Governance bleibt Theorie-Praxis-Problem: Zwar diskutieren rund 90 Prozent der Unternehmen KI-Governance auf Führungsebene, aber nur etwa die Hälfte hat ein formales Governance-Programm etabliert. Immerhin zeigt sich eine Gegentrend: Über 50 Prozent investieren mittlerweile gezielt in KI-Sicherheit durch dedizierte Budgets. 86 Prozent der Organisationen haben Prozesse implementiert, um kompromittierten KI-Systemen Zugriffsrechte zu entziehen — ein Mechanismus zur Containment von Vorfällen. Zusätzlich weisen viele Unternehmen ihren KI-Agenten digitale Identitäten zu, um Aktivitäten nachverfolgbar zu machen.

Auf regulatorischer Ebene zeigt sich Bewegung: 90 Prozent der Befragten haben ihre Haftungsrisiken bereits bewertet und bereiten sich auf strengere gesetzliche Vorgaben vor. CISOs müssen damit rechnen, dass sowohl interne Governance-Anforderungen als auch externe Regulierungen in den kommenden Monaten verschärft werden — während gleichzeitig die Zahl produktiver KI-Systeme im Unternehmen wächst.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 10. Juli 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.3.

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