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Ubiquiti schließt 25 kritische Sicherheitslücken in Netzwerk- und Infrastruktur-Produkten

Auf den Punkt: Ubiquiti-Produkte sind durch kritische Fehler gefährdet, die unauthentifizierte Angreifer zur vollständigen Systemübernahme nutzen können, teilweise über das Internet direkt erreichbar.

Ubiquiti hat 25 Schwachstellen in seinen UniFi-Produkten behoben, darunter mehrere mit Kritikalitätswert 9,9 und 10. Angreifer mit Netzwerkzugriff können ohne Authentifizierung vollständige Kontrolle über Router, Gateways, Videoüberwachungs- und Gebäudesteuerungssysteme erlangen.

Ubiquiti hat Sicherheitsaktualisierungen für 25 Schwachstellen veröffentlicht, die Router, Gateways, Netzwerkvideorekorder, Videoüberwachungs- und Gebäudesteuerungssysteme betreffen. Das kritischste Problem liegt in der UniFi Connect Application, einer Verwaltungssoftware für intelligente Gebäudetechnik wie digitale Displays und Ladestationen. Dieses Fehler erhält die maximale CVSS-Bewertung von 10,0. Laut Ubiquiti ermöglicht eine unzureichende Zugriffskontrolle einem böswilligen Akteur mit Netzwerkzugriff die Ausführung von Befehlsinjektionen auf dem Host-Gerät.

Mehrere Schwachstellen im UniFi OS erreichen ebenfalls kritische Werte von 9,9 Punkten. Insbesondere die kombinierten Fehler CVE-2026-54402 (unzureichende Validierung von Eingaben) und CVE-2026-54403 (Verzeichnisüberschreitung mit vollständiger Authentifizierungsumgehung) erlauben unauthentifizierten Angreifern, volle Kontrolle über zentrale Infrastrukturkomponenten wie Router, Cloud-Controller und Netzwerkvideorekorder zu erlangen. Für CISOs besonders relevant: Tausende dieser Geräte sind direkt über das Internet erreichbar, sodass Angreifer keinen lokalen Netzwerkzugang benötigen.

Auch spezialisierte Module zeigen kritische Fehler. Die UniFi Access-Software für Türsteuerung enthält Befehlsinjektionen und Privilegieausweitung-Lücken. In UniFi Talk (Telefonie) ermöglichen SQL-Injektionen administrative Rechteausweitung. Das Videoüberwachungssystem UniFi Protect ist durch Server-Side-Request-Forgery und Authentifizierungsumgehungen gefährdet, über die Angreifer Videostreams und Kameradaten unbefugt abrufen können.

Die US-amerikanische Cybersicherheitsbehörde CISA warnt, dass ältere Ubiquiti-Schwachstellen bereits wenige Tage nach Veröffentlichung aktiv ausgenutzt wurden. Das unmittelbare Einspielen der verfügbaren Software-Updates ist die einzige Schutzmaßnahme.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 10. Juli 2026
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