Auf den Punkt: In Bilddateien versteckte Prompt-Injections können AI-Code-Reviewer umgehen und Agenten dazu bringen, Secrets aus .env-Dateien zu extrahieren.
Sicherheitsforscher haben eine Technik namens "Ghostcommit" demonstriert, die Prompt-Injections in PNG-Dateien versteckt und damit AI-basierte Code-Review-Tools sowie Coding-Agenten täuscht. Die Angreifer können dadurch auf Repository-Geheimnisse zugreifen und diese auslesen.
Bei Ghostcommit handelt es sich um eine Angriffsmethod, die eine PNG-Datei nutzt, um eine Prompt-Injection zu verstecken. Die Sicherheitsforscher zeigten, dass dieses Vorgehen erfolgreich an den AI-gestützten Code-Reviewern CodeRabbit und Bugbot vorbeikam – beide öffnen Bilddateien standardmäßig nicht.
Die manipulierte PNG wurde anschließend an einen Coding-Agent übermittelt, der die Injection auswertete und darauf hin die .env-Datei des Repositories las. Der Agent schrieb dann sämtliche darin enthaltenen Secrets als eine Zahlenreihe in den Code.
Für CISOs bedeutet dies ein erhebliches Risiko: AI-Agenten, die in der Softwareentwicklung eingesetzt werden, können durch Bilddateien in Code-Commits kompromittiert werden, ohne dass traditionelle Code-Review-Prozesse diese Bedrohung erkennen. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, Schutzmaßnahmen auch auf nicht-textuelle Artefakte in der Supply Chain auszudehnen.
Quelle: www.bleepingcomputer.com · Erschienen 11. Juli 2026
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