Auf den Punkt: Elf veraltete Microsoft-signierte UEFI-Shims erlauben Angreifern den Bypass von Secure Boot und die Einschleusung von Malware während des Boot-Vorgangs.
Sicherheitsforscher haben elf ältere, von Microsoft signierte UEFI-Anwendungen identifiziert, die für einen Bypass von Secure Boot auf Systemen mit modernem Firmware-Standard missbraucht werden können. Ein Angreifer kann damit während des Systemstarts vertrauenswürdigen Code ausführen und UEFI-Bootkits einschleusen.
Cybersicherheitsforscher haben elf ältere UEFI-Anwendungen (Unified Extensible Firmware Interface) mit Microsoft-Signatur entdeckt, die einen Bypass des Secure-Boot-Mechanismus auf den meisten Systemen mit modernem Firmware-Standard ermöglichen. Secure Boot ist ein Sicherheitsfeature, das die Integrität des Boot-Vorgangs durch digitale Signaturen validiert.
Ein Angreifer, der eine dieser anfälligen Anwendungen ausnutzt, kann während des Systemstarts vertrauenswürdigen Code ausführen. Dies eröffnet die Möglichkeit, UEFI-Bootkits oder weitere Malware zur Laufzeit einzuschleusen – eine Angriffsform, die sich dem Zugriff von Betriebssystem-Sicherheitsvorkehrungen entzieht und eine persistente Kontrolle über das System ermöglicht.
Für Verantwortliche in der Informationssicherheit bedeutet dies eine kritische Nachverfolgung veralteter Firmware-Komponenten im Inventory sowie eine Prüfung, ob diese signierten Shims noch in produktiven Umgebungen vorhanden sind. Microsoft und die betroffenen Linux-Distributionen sollten Mitigationsstrategien kommunizieren, um Richtlinien zur Blocklist dieser bekannten anfälligen Signaturen bereitzustellen.
Quelle: thehackernews.com · Erschienen 14. Juli 2026
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