Auf den Punkt: Microsoft priorisiert Passkeys in Entra ID und beendet die Unterstützung für SMS- und Sprachanruf-basierte Authentifizierung.
Microsoft setzt Passkeys als bevorzugte Authentifizierungsmethode in Microsoft Entra ID durch und phast auslaufende, weniger sichere Verfahren schrittweise aus. Damit verdrängt der Konzern SMS- und sprachgestützte Verfahren systematisch zugunsten moderner kryptografischer Standards.
Microsoft führt Passkeys – eine phishing-resistente Authentifizierungsmethode, die auf asymmetrischen Kryptografieverfahren basiert – als Standard-Anmeldeverfahren in Microsoft Entra ID ein. Diese Änderung betrifft die zentrale Identitäts- und Zugriffsverwaltungsplattform des Konzerns und damit potentiell Millionen von Unternehmensidentitäten im gesamten Microsoft-Ökosystem.
Parallel dazu werden SMS-basierte One-Time-Passwords (OTP) und Anmeldevorgänge via Sprachanruf schrittweise eingestellt. Diese Verfahren gelten in der Sicherheitspraxis als anfällig gegenüber SIM-Swapping, Brute-Force-Attacken und anderen Angriffsszenarien. Durch die Standardisierung auf Passkeys reduziert Microsoft die Oberfläche für gängige Angriffsvektor im IAM-Kontext erheblich.
CISOs sollten diese Entwicklung als Managemententscheidung einkalkulieren: Die Migration bestehender Systeme und Benutzerbasen von Legacy-Authentifizierungsmethoden auf Passkeys erfordert Planung, Testing und Change-Management. Gleichzeitig senkt die Konvergenz auf einen phishing-resistenten Standard das Risikoprofil erheblich, da Passkeys Anmeldedaten nicht über unsichere Out-of-Band-Kanäle übertragen.
Quelle: www.heise.de · Erschienen 14. Juli 2026
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