Auf den Punkt: Hunderte gefälschte GitHub-Repositories impersonieren legitime Projekte und verteilen Infostealer, die auf Zugangsdaten und Kryptowallet-Daten abzielen.
Ein Angreifer hat hunderte betrügerische GitHub-Repositories unter Namen bekannter Software- und Security-Projekte angelegt, um Infostealer-Malware zu verteilen. Dies gefährdet Entwickler:innen und Endnutzer:innen, die legitime Quellen verwechseln können.
Sicherheitsforscher haben eine koordinierte Kampagne mit knapp 300 gefälschten GitHub-Repositories identifiziert. Die Repositories imitieren bekannte Open-Source-Projekte sowie etablierte Security-Tools und dienen als Distributions-Kanäle für Infostealer-Malware.
Für CISOs und Sicherheitsteams stellt diese Kampagne ein direktes Risiko dar: Entwickler:innen können bei Namensähnlichkeiten oder schwacher Überprüfung der Repository-Authentizität versehentlich Malware in die Lieferkette integrieren. Infostealer sammeln Anmeldedaten, API-Keys, Browserdaten und andere sensitive Zugangsinformationen – ein Einfallstor für laterale Bewegungen und weitere Kompromittierungen im Netzwerk.
Präventionsmaßnahmen sollten die Validierung von Package-Sources, die Überwachung von Dependency-Repositories und Schulungen zur korrekten Verifizierung von Projekt-Origins umfassen. GitHub-Orgs sollten prüfen, ob falsche Repositories mit ähnlichen Namen existieren und diese melden.
Quelle: www.bleepingcomputer.com · Erschienen 14. Juli 2026
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