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Microsoft schließt 570 Schwachstellen im Patchday Juli 2026 – RC4 in Kerberos deaktiviert

Auf den Punkt: CISOs müssen die drei kritischen Zero-Days (CVE-2026-56155, CVE-2026-56164, CVE-2026-50661) sofort priorisieren, aber zugleich RC4-abhängige Systeme inventarisieren und auf AES-Verschlüsselung vorbereiten, um nach dem Update Authentifizierungsausfälle zu vermeiden.

Microsoft hat im Juli 2026 mit 570 behobenen Schwachstellen das größte Sicherheits-Update seiner Geschichte veröffentlicht. Darunter sind drei Zero-Days und 59 kritische Lücken, dazu erzwingt das Update die Abschaffung der veralteten RC4-Verschlüsselung in Kerberos.

Das Microsoft-Sicherheitsupdate vom Juli 2026 behandelt insgesamt 570 Schwachstellen in Windows, Office, Exchange Server, SharePoint Server, SQL Server, Azure und Visual Studio. Die Fehlerquote gliedert sich in 59 kritische Lücken, 145 Fehler, die Remotecodeausführung ermöglichen, sowie drei aktiv ausgenutzte Zero-Days.

Die höchste unmittelbare Kritikalität haben die drei Zero-Day-Lücken: CVE-2026-56155 (AD FS) und CVE-2026-56164 (SharePoint Server) ermöglichen Privilege-Escalation, wobei SharePoint auch Fernzugriff über das Netzwerk zulässt. CVE-2026-50661 umgeht BitLocker-Verschlüsselung, benötigt aber physischen Gerätezugriff. Das Sicherheitsunternehmen Zecurit stuft alle drei als unmittelbare Patch-Prioritäten ein.

Ab sofort weigern sich Windows-Domänencontroller, Kerberos-Tickets mit RC4-Verschlüsselung zu akzeptieren, falls keine explizite Ausnahmekonfiguration vorhanden ist. Ziel ist ein branchenweiter Zwang zur Migration auf AES-Verschlüsselung, um Angriffsszenarien zu erschweren, bei denen Angreifer offline Hashes brutal entschlüsseln. Systeme mit RC4-basierten Dienstkonten, älteren Anwendungen oder inkompatiblen Nicht-Windows-Systemen werden nach der Installation Authentifizierungsfehler aufweisen.

Microsoft hat die Auslieferung des Updates für bestimmte Dell-Systeme mit Intel-Prozessoren auf Windows 11 temporär gestoppt, um Kompatibilitätsprobleme zu untersuchen. Betroffene Geräte zeigen nach dem Update Systemabstürze, Leistungseinbußen, Überhitzung und schnelle Akkuentladung. Gemeinsam mit Dell wird an einer Fehlerbehebung gearbeitet.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 15. Juli 2026
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