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Etwa 290 gefälschte GitHub-Repositorys verbreiten Infostealer

Auf den Punkt: Rund 290 gefälschte GitHub-Repositorys geben sich als legitime Security- und Developer-Tools aus und verbreiten Infostealer, um Zugangsdaten und sensible Daten von Entwicklerinnen zu kompromittieren.

Sicherheitsforschende haben rund 290 GitHub-Repositorys identifiziert, die sich als legitime Security- und Developer-Tools ausgeben, tatsächlich aber Infostealer-Malware verbreiten. Die gefälschten Projekte imitieren bekannte Sicherheits- und Toolanbieter und zielen darauf ab, Anmeldedaten und sensible Daten von Entwicklerinnen und Entwicklern abzugreifen.

Sicherheitsforschende haben eine Kampagne aufgedeckt, bei der Angreifer etwa 290 GitHub-Repositorys erstellt haben, die legitimen Security- und Developer-Tools täuschend ähnlich sehen. Diese gefälschten Projekte sind so gestaltet, dass sie wie offizielle Repositorys von bekannten Sicherheitsanbietern, Tool-Herstellern und anderen Softwarefirmen wirken.

Die in diesen Repositorys verteilte Malware funktioniert als Infostealer: Sie zielt darauf ab, sensible Daten wie Anmeldedaten, API-Schlüssel, SSH-Keys und weitere Authentifizierungsinformationen von Entwicklerinnen und Entwicklern zu stehlen. Dies stellt besonders für Unternehmen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, da kompromittierte Developer-Konten direkten Zugriff auf Code-Repositories, Build-Pipelines und Produktionsumgebungen ermöglichen können.

Das Angriffsmodell setzt auf Social Engineering: Entwicklerinnen und Entwickler suchen nach bekannten Tools oder Security-Lösungen, stoßen auf diese gefälschten Repositorys in den Suchergebnissen und werden durch die täuschende Ähnlichkeit zur Installation verleitet. Einmal ausgeführt, kann die Malware Zugangsdaten aus verschiedenen Quellen exfiltrieren und den Angreifern Zugriff auf die gesamte Entwicklungsinfrastruktur des betroffenen Unternehmens verschaffen.

CISOs sollten ihre Teams über diese Kampagne informieren und interne Richtlinien zur Installation von Tools verstärken – etwa durch Verwendung offizieller Paketmanager, Überprüfung von Publisher-Reputationen und interne Code-Review-Prozesse. Zusätzlich empfiehlt sich die Überwachung von Credentials-Management und API-Key-Rotationen.


Quelle: www.heise.de · Erschienen 15. Juli 2026
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