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SonicWall: Zwei Zero-Day-Lücken in SMA1000 aktiv ausgenutzt

Auf den Punkt: CVE-2026-15409 und CVE-2026-15410 in SonicWall SMA1000 ermöglichen unauthentifizierten und authentifizierten Angriffen mit Kritikalität 10,0; sofortige Patches erforderlich, keine Workarounds vorhanden.

SonicWall warnt vor zwei kritischen Sicherheitslücken (CVE-2026-15409, CVE-2026-15410) in den Secure Mobile Access 1000-Systemen, die bereits in der Praxis ausgenutzt werden. Sofortiges Patching ist erforderlich, da die Fehler den Betrieb von Remote-Access-Gateways direkt gefährden.

Betroffen sind die SMA1000-Modelle 6210, 7210 und 8200v. Das herstellereigene Security-Team (PSIRT) hat mehrere Fälle dokumentiert, in denen beide Schwachstellen aktiv ausgenutzt wurden. SMA 100-Serie und SSL-VPN-Funktionen auf SonicWall-Firewalls sind nicht betroffen.

CVE-2026-15409 ist ein Server-Side Request Forgery (SSRF) im Web-Interface „Work Place“ mit maximaler Severity (10,0). Ein unauthentifizierter Angreifer kann das Gerät dazu zwingen, Anfragen an interne Netzwerkziele zu senden. CVE-2026-15410 ist ein Code-Injektionsfehler in der Appliance Management Console (AMC) mit Severity 7,2. Er erfordert Administratoranmeldung und ermöglicht beliebige Betriebssystembefehle. SonicWall stuft die Kombination beider Fehler mit Risiko-Score 10,0 ein, da sie theoretisch verkettet werden könnten.

Betroffene Firmware-Versionen sind 12.4.3-03245, 12.4.3-03387, 12.4.3-03434, 12.5.0-02283, 12.5.0-02624 und 12.5.0-02800. Patches stehen in den Hotfix-Versionen 12.4.3-03453 und 12.5.0-02835 sowie allen neueren Versionen bereit. Es existieren keine Workarounds – sofortige Installation ist erforderlich.

Administratoren sollten die Systeme auf Kompromittierungsanzeichen prüfen: verdächtige Login-/Logout-Einträge in extraweb_access.log mit HTTP 200, /wsproxy-Anfragen mit verdächtigen Host-Parametern und HTTP 101, Hotfix-Rollback-Einträge in ctrl-service.log sowie unerwartet neue API-Routen in /var/lib/unit/conf.json. Bei Fund von Indikatoren sind vollständiges Re-Imaging von physischen Geräten, Neuaufbau virtueller Instanzen und Zurücksetzen aller Passwörter sowie TOTP-Schlüssel erforderlich.

Die US-Cybersecurity- und Infrastructure Security Agency (CISA) hat beide CVEs in ihren Katalog ausgenutzter Sicherheitslücken aufgenommen. US-Bundesbehörden müssen betroffene Systeme bis 17. Juli 2026 patchen oder abstellen.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 15. Juli 2026
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