Auf den Punkt: Das BSI hat Sicherheitslücken in Windows Hello for Business nachgewiesen, besonders ohne aktivierte Enhanced Sign-in Security.
Das Bundesamt für Informationssicherheit (BSI) hat Windows Hello for Business analysiert und Schwächen bei der biometrischen Authentifizierung identifiziert, insbesondere wenn die Enhanced Sign-in Security deaktiviert ist.
Das BSI hat in einer detaillierten Analyse von Windows Hello for Business Sicherheitsmängel bei der Implementierung biometrischer Anmeldeverfahren dokumentiert. Die Untersuchung zeigt, dass die Sicherheitsgarantien dieser Authentifizierungsmethode unter bestimmten Konfigurationen nicht vollständig erfüllt werden.
Besonders kritisch ist der Fall, wenn die Enhanced Sign-in Security-Funktion nicht aktiviert ist. In dieser Konstellation entstehen zusätzliche Angriffsvektoren, die es potenziell ermöglichen, die biometrische Authentifizierung zu umgehen oder zu kompromittieren. Dies stellt für Unternehmensumgebungen ein erhebliches Risiko dar, wo Windows Hello häufig als Mittel zur Passwort-Abschaffung oder -Reduktion eingesetzt wird.
Für CISOs bedeutet dies eine klare Handlungsempfehlung: Die Enhanced Sign-in Security muss als Mindestanforderung in der Unternehmensrichtlinie für Windows Hello-Deployments verankert sein. Darüber hinaus sollte die Analyse des BSI zur Grundlage einer umfassenden Risikobewertung bestehender Implementierungen herangezogen werden, um festzustellen, bei welchen Systemen Sofortmaßnahmen erforderlich sind.
Quelle: www.heise.de · Erschienen 15. Juli 2026
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