Auf den Punkt: Adobe behebt 88 Schwachstellen in einer großen Patchrunde, darunter acht kritische Fehler in ColdFusion, die remote Code-Injection, SQL-Injection und Authentication-Bypass ermöglichen.
Adobe hat im aktuellen Patchday Updates für zwölf Produktlinien freigegeben und damit insgesamt 88 Schwachstellen geschlossen. Besonders ColdFusion ist mit acht kritischen Lücken betroffen, die unbefugte Codeausführung und Rechteerweiterung ermöglichen.
Adobe hat im Rahmen seines aktuellen Patchdays Sicherheitsupdates für zwölf Produktlinien bereitgestellt. Die Aktualisierung schließt insgesamt 88 Schwachstellen. Tredici Sicherheitsmängel wurden in der Webanwendungs-Plattform ColdFusion identifiziert, von denen acht als kritisch eingestuft wurden. Besonders gravierend sind die Lücken mit den CVE-Identifikationen CVE-2026-48318, CVE-2026-48322 und CVE-2026-48284: Sie umfassen Code-Injektionen, SQL-Injektionen, fehlende oder unzureichende Eingabevalidierung, Pfadtraversierung sowie unzureichende Authentifizierungsprüfungen. Diese Schwachstellen ermöglichen einem Angreifer, beliebigen Programmcode auszuführen und Systemrechte unbefugt zu erweitern. Adobe hat die Fixes in ColdFusion 2025 Update 11 und ColdFusion 2023 Update 22 bereitgestellt und mit Priorität 1 klassifiziert.
Diese Patch-Veröffentlichung folgt weniger als zwei Wochen auf ein Notfall-Update für ColdFusion, bei dem eine Schwachstelle bereits aktiv in der Praxis ausgenutzt wurde. Das besonders hohe Schlagintervall verdeutlicht das erhebliche Risikopotenzial für Unternehmen, die ColdFusion-Infrastruktur betreiben.
Über ColdFusion hinaus weisen weitere Core-Produkte kritische Sicherheitslücken auf. In Adobe Commerce wurden 13 Schwachstellen behoben, davon zwei kritische (CVE-2026-48356 und CVE-2026-48358), die Codeausführung und Rechteerweiterung ermöglichen. Adobe Experience Manager enthielt ebenfalls 13 Sicherheitslücken, darunter die kritischen Fehler CVE-2026-48259 und CVE-2026-48359. In Adobe Illustrator wurde eine kritische Sicherheitslücke wegen fehlerhafter Eingabevalidierung (CVE-2026-48334) korrigiert, die Rechteerweiterung ermöglicht.
Die übrigen Korrektionen verteilen sich auf eine Reihe weiterer Adobe-Produkte: Das Content Credentials SDK erhielt zwölf Sicherheitskorrektionen. Die Programme Animate, Audition und Bridge wurden je mit sechs Patches aktualisiert. Weitere Fehlerbehebungen betreffen Media Encoder, Premiere Pro (vier Patches), After Effects (drei Patches) und die Creative Cloud Desktop-Anwendung (zwei Patches).
Nach Angaben von Adobe liegen bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Erkenntnisse über aktive Ausnutzung der behobenen Schwachstellen vor. Administratoren sollten die bereitgestellten Updates zeitnah einspielen, insbesondere für ColdFusion, Commerce und Experience Manager.
Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 16. Juli 2026
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