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Bitdefender-Studie: CISOs verlieren Kontrolle über KI-Nutzung im Unternehmen

Auf den Punkt: Während die Mehrheit der Unternehmen KI-Risiken und Cloud-Sicherheit als kritisch einstuft, können praktiker:innen die tatsächliche KI-Nutzung nicht überblicken, während Management diese Kontrollverluste unterschätzt.

Eine Bitdefender-Studie mit über 1.200 IT- und Cybersicherheitsexperten aus sechs Ländern zeigt, dass Organisationen die wachsenden Risiken von KI, Cloud und Angriffsflächen erkennen, aber zunehmend nicht mehr kontrollieren können. Besonders kritisch: Sicherheitspraktiker berichten von deutlich schlechteren Einsichten in die tatsächliche KI-Nutzung als das Management.

Mangelnde Transparenz bei KI-Einsatz: Lediglich knapp über die Hälfte der Befragten fühlt sich in der Lage, genehmigte und nicht genehmigte KI-Tools vollständig zu überblicken. Praktiker der Cybersicherheit äußern sich dabei deutlich kritischer als Führungskräfte – ein Indiz dafür, dass das Management die Risiken durch sogenannte Schatten-KI (unautorisierte KI-Nutzung) systematisch unterschätzt.

Häufigste Angriffsszenarien: Die größten Sicherheitsbedenken gelten internen KI-Systemen, Large Language Models sowie Cloud-Infrastrukturen. Unberechtigte Cloud-Zugriffe waren laut Studie die häufigste Ursache für Sicherheitsvorfälle, gefolgt von Business E-Mail Compromise (BEC) und Ransomware. Verstärkt nehmen auch KI-gestützte Social-Engineering-Angriffe zu und gehören für viele Organisationen bereits zum Alltag.

Kulturelle Herausforderungen und Unternehmenskultur: Mehr als die Hälfte der befragten Experten aus Organisationen, die im vergangenen Jahr von Sicherheitsvorfällen betroffen waren, wurde aufgefordert, diese nicht öffentlich zu machen – obwohl sie eine Offenlegung für geboten hielten. Dies deutet auf anhaltenden Druck hin, Cybervorfälle vertraulich zu handhaben, statt sie transparent zu kommunizieren.

Umsetzungslücken bei Risikominderung: Zwar erkennen Unternehmen die Notwendigkeit, ihre Angriffsfläche zu reduzieren, scheitern aber häufig an begrenzten Ressourcen, komplexen Sicherheitsrichtlinien und Sorgen vor Produktionsausfällen. Hinzu kommen fehlende Transparenz darüber, welche Anwendungen tatsächlich benötigt werden, und der administrative Aufwand für Ausnahmeregelungen, insbesondere bei älteren IT-Systemen.

Datensouveränität als neuer Treiber: Über drei Viertel der Befragten würden ihren Sicherheitsanbieter wechseln, sollten Zweifel an der Datenhoheit oder mögliche Zugriffe ausländischer Behörden entstehen. Damit gewinnt neben klassischen Sicherheitsfragen auch die Nachverfolgbarkeit der Datenverarbeitung an Relevanz – verstärkt durch neue regulatorische Anforderungen.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 16. Juli 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.3.

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