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Soofi S: Deutsches Konsortium veröffentlicht leistungsstarkes Open-Source-Sprachmodell

Auf den Punkt: Soofi S ist ein offenes deutsches Sprachmodell mit effizienter Mixture-of-Experts-Architektur, das in Benchmarks europäische und US-amerikanische Open-Source-Konkurrenten übertrifft und auf Deutscher-Telekom-Infrastruktur trainiert wurde.

Das Forschungszeitkonsortium Soofi hat das Open-Source-Modell Soofi S 30B-A3B freigegeben, ein hybrides Mamba-Transformer-Modell für Deutsch und Englisch, das in Benchmarks europäische und US-amerikanische Open-Source-Konkurrenten übertrifft. Das Modell basiert auf einer Mixture-of-Experts-Architektur und wurde vollständig auf Infrastruktur der Deutschen Telekom trainiert.

Soofi S 30B-A3B ist ein 30-Milliarden-Parameter-Modell, das pro Token nur 3 Milliarden Parameter aktiviert. Diese Mixture-of-Experts-Architektur reduziert den Rechenbedarf erheblich und hält die Speicherauslastung auch bei längeren Textsequenzen nahezu konstant. Das Modell eignet sich daher besonders für hochfrequente Multi-User-Szenarien und die Verarbeitung umfangreicher Kontexte.

In technischen Benchmarks auf Englisch und Deutsch übertrifft Soofi S Modelle wie Alia 40B, EuroLLM 22B, Apertus 70B und Olmo 3 32B. In aggregierten Tests erreicht es die Leistung geschlossener Modelle mit 14 bis 27 Milliarden Parametern bei deutlich geringeren aktiven Parameterkosten. Michael Fromm, Leiter der Pretraining-Daten bei Soofi, fasst den Ansatz zusammen: „Unser Vorteil ist Leistungsfähigkeit + Durchsatz + vollständige Offenheit.“ Schwächer schneidet das Modell bei Knowledge-Tests (MMLU-Pro) und fortgeschrittener wissenschaftlicher Logik (GPQA-D-DE) ab, bleibt dort aber vor anderen Open-Source-Konkurrenten.

Das Modell ist nicht als öffentlich zugänglicher Chatbot verfügbar. Unternehmen und Organisationen müssen einen Antrag mit konkretem Anwendungsszenario stellen. Politiker wie Karl Lauterbach (Ausschuss für Forschung, Technologie und Raumfahrt) bewerten Soofi S nicht als Konkurrenz zu Spitzenmodellen wie Claude oder OpenAI-Systemen, sehen aber für Industrie- und Verwaltungsanwendungen einen praxisrelevanten Nutzen.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 17. Juli 2026
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