Auf den Punkt: Ohne umfassende Visibilität der eigenen IT-Infrastruktur können Cybersicherheitsinvestitionen ihre volle Wirkung nicht entfalten.
Viele Unternehmen investieren massiv in Cybersicherheit, KI und Automatisierung, verfügen aber oft nicht über einen vollständigen Überblick ihrer IT-Umgebung – eine Grundvoraussetzung für wirksame Risikoentscheidungen.
Unternehmen generieren täglich Datenmengen in historischem Umfang und haben entsprechend erhebliche Budgets für Sicherheitstechnologien, künstliche Intelligenz und automatisierte Prozesse bereitgestellt. Ziel ist es, Risiken zu minimieren und die Geschwindigkeit bei der Bedrohungserkennung und -reaktion zu maximieren.
Ein kritisches Problem bleibt jedoch vielerorts ungelöst: Viele Organisationen haben keinen umfassenden Überblick über ihre eigene IT-Umgebung. Fehlende Kontextualisierung der IT-Assets, Datenflüsse und Abhängigkeiten führt dazu, dass Entscheidungsträger – insbesondere CISOs – auf unvollständiger Informationsbasis arbeiten müssen. Das gefährdet die Effektivität sämtlicher Sicherheitsmaßnahmen.
Die Folge ist ein klassisches Paradoxon: Milliardeninvestitionen in Technologie bringen nicht den erwarteten Sicherheitsgewinn, weil die fundamentale Grundlage fehlt – das genaue Wissen um die zu schützende Infrastruktur. Ohne diese Transparenz lassen sich Risiken weder realistisch bewerten noch priorisieren, und Incident Response erfolgt unter Unsicherheit über die tatsächliche Betroffenheit.
Quelle: www.security-insider.de · Erschienen 17. Juli 2026
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