Auf den Punkt: Sieben bösartige npm-Pakete in der Vite-Lieferkette nutzen eine vierstufige Blockchain-C2-Infrastruktur (Tron) zur Verbreitung eines Remote-Access-Trojan.
Sicherheitsforscher haben sieben manipulierte npm-Pakete identifiziert, die auf das Vite-Frontend-Ökosystem abzielen und Blockchain-basierte Command-and-Control-Infrastruktur nutzen. Die Kampagne wird als Erweiterung von ChainVeil eingestuft und stellt eine Supply-Chain-Kompromittierung dar.
Checkmarx-Forscher haben eine Kampagne mit sieben bösartigen npm-Paketen dokumentiert, die Entwickler über die Vite-Frontend-Toolchain infizieren. Die Pakete zielten auf häufig genutzten Build- und Development-Abhängigkeiten ab, was auf einen koordinierten Angriff auf die JavaScript-Lieferkette hindeutet.
Die Kampagne wird als ViteVenom bezeichnet und stellt eine Weiterentwicklung der bereits beobachteten ChainVeil-Aktivitäten dar. ChainVeil nutzt nach Herstellerangaben eine „beispiellose“ vierstufige Blockchain-basierte C2-Infrastruktur, die sich über Tron erstreckt. Diese Architektur ermöglicht es dem Bedrohungsakteur, Befehle zu verteilen und Daten abzurufen, während traditionelle netzwerkbasierte Erkennungssysteme umgangen werden.
Für CISOs bedeutet dies ein erhöhtes Risiko bei der Validierung von npm-Abhängigkeiten: Blockchain-basierte C2-Kanäle sind schwerer zu blockieren als klassische IP-basierte Infrastruktur, und die Lieferkette-Kompromittierung kann Tausende nachgelagerter Projekte betreffen. Die Vite-Zielrichtung deutet auf organisierte Attacken gegen den modernen Web-Stack hin.
Quelle: thehackernews.com · Erschienen 17. Juli 2026
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