Auf den Punkt: Unkontrollierter Code in Webanwendungen birgt Datenschutz- und Sicherheitsrisiken, die durch CSP, Skript-Whitelisting und kontinuierliches Monitoring adressiert werden können.
In Webanwendungen vorhandener Shadow Code stellt ein Datenschutz- und Sicherheitsrisiko dar, das vielen Unternehmen nicht vollständig transparent ist. Kontrollmaßnahmen helfen, die Exposition zu minimieren.
Shadow Code bezeichnet Programmcode in Webanwendungen, der außerhalb der direkten Kontrolle und Sichtbarkeit des Unternehmens ausgeführt wird. Diese Code-Teile entstehen typischerweise durch externe Skripte, Browser-Erweiterungen, Tracking-Tools oder Drittanbieter-Komponenten und können ohne explizite Genehmigung Daten verarbeiten oder Funktionen beeinflussen.
Für CISOs stellt Shadow Code ein erhebliches Risiko dar, da dieser Code auf sensible Benutzerdaten zugreifen, Authentifizierungstoken auslesen oder Malware injizieren kann. Die Schwierigkeit liegt darin, dass solche Code-Fragmente oft nicht Teil der regulären Codebase sind und daher in Standard-Code-Reviews oder Sicherheitsaudits übersehen werden können. Dadurch entstehen Blindflecken in der Sicherheitsarchitektur.
Als Maßnahmen zur Risikominderung empfehlen sich die Implementierung von Content Security Policy (CSP)-Headern, die Kontrolle und Whitelisting von externen Skripten, regelmäßiges Monitoring der im Browser ausgeführten Skripte und die Durchführung von Scans zur Erkennung unbekannter oder nicht genehmigter Code-Komponenten. Zusätzlich sollten Drittanbieter-Abhängigkeiten in Bezug auf Sicherheit und Compliance überprüft werden.
Quelle: www.computerweekly.com · Erschienen 20. Juli 2026
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