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DeepSeek und Alibaba veröffentlichen Frontier-Modelle mit drastisch reduzierten Kosten

Auf den Punkt: Chinesische KI-Modelle erreichen das Leistungsniveau westlicher Frontier-Modelle bei 1-10fach geringeren Betriebskosten und nutzen heimische Chip-Infrastrukturen.

Die chinesischen Unternehmen DeepSeek und Alibaba haben neue KI-Modelle in den Markt gebracht, die in Leistung mit US-amerikanischen Systemen konkurrieren, aber zu einem Bruchteil der Kosten betrieben werden. Beide setzen dabei auf eigene Hardware-Infrastrukturen und umgehen damit US-Handelsbeschränkungen.

DeepSeek hat sein Modell V4 am 19. Juli 2026 in die allgemeine Verfügbarkeit überführt, drei Monate nach einem ersten Preview. Im Benchmark SWE-bench Verified für Softwareentwicklungsaufgaben erreichte V4 einen Score von 80,6 Prozent und nähert sich damit dem Leistungsniveau von Claude Opus 4.8 und GPT-5.6 Sol an. Zeitgleich präsentierte Alibaba das Open-Weight-Modell Qwen 3.8 mit 2,4 Billionen Parametern, das sich laut Unternehmensangaben nur geringfügig vom proprietären Modell Fable 5 unterscheidet. Das chinesische Startup Moonshot hatte kurz zuvor ein Open-Weight-Modell namens Kimi K3 mit 2,8 Billionen Parametern veröffentlicht.

Die Preisgestaltung ist für Infrastruktur-Teams entscheidend: DeepSeek V4 Pro kostet zu Nebenzeiten 87 Cent pro Million Token, während Anthropics Fable 5 50 US-Dollar pro Million Token kostet — ein Preisvorteil um den Faktor 57. Alibaba bietet Qwen 3.8 in der Preview zu einem Zehntel seiner regulären Tarife an. Für CTOs bedeutet dies eine erhebliche Reduktion der Inferenz-Kosten beim Betrieb von Frontier-Modellen, sofern Latenzanforderungen und Datensouveränität dies zulassen.

Beide Unternehmen reduzieren ihre Abhängigkeit von US-Hardware strategisch. DeepSeek optimiert V4 für Huaweis Ascend-Prozessoren statt für Nvidia-Chips und entwickelt parallel einen eigenen Inferenz-Chip. Alibaba betreibt seine Infrastrukturen mit dem hausinternen KI-Prozessor Zhenwu M890. Diese Hardware-Diversifizierung mindert die Anfälligkeit für US-Exportkontrollen und Chipembargos. Für die Produktarchitektur gilt: Wer Kosten senken und Lieferkettenrisiken minimieren will, muss sich mit lokalen Inferenz-Optionen und offenen Modell-Gewichten auseinandersetzen.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 20. Juli 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.3.

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