Auf den Punkt: Das BKA schaltete die Phishing-Plattform Kratos ab, die monatlich etwa 15.000 Phishing-Kampagnen abwickelte.
Das Bundeskriminalamt hat die Phishing-Plattform Kratos stillgelegt, die monatlich etwa 15.000 Phishing-Kampagnen orchestrierte. Die Abschaltung erfolgte nach Ermittlungen gegen die Betreiber dieser professionellen Infrastruktur.
Der Dienst Kratos funktionierte als zentrale Infrastruktur für die Durchführung von Phishing-Kampagnen im großen Stil. Monatlich wurden über diese Plattform etwa 15.000 Phishing-Mails und damit verbundene Social-Engineering-Angriffe abgewickelt. Das Ausmaß verdeutlicht die industrielle Skalierung von Phishing-Operationen, die über solche spezialisierten Dienste koordiniert werden.
Das BKA hat die Plattform nach erfolgreichen Ermittlungen abgeschaltet und damit eine kritische Infrastruktur für Phishing-Kampagnen zerstört. Solche zentralisierten Dienste senken die Eintrittsbarriere für Angreifer erheblich, da diese nicht selbst technische Infrastruktur aufbauen müssen – sie können schlicht Kampagnen über Kratos buchen und durchführen.
Für CISOs bedeutet die Abschaltung eine temporäre Reduktion des Angebotsumfangs im Phishing-Ökosystem. Gleichzeitig zeigt der Fall, dass dezentralisierte Angriffsmethoden und kleinere Plattformen die Lücke füllen werden. Organisationen sollten ihre Awareness-Programme, Email-Security-Kontrollen und Detektion von Credential-Harvesting-Domains entsprechend anpassen.
Quelle: www.golem.de · Erschienen 21. Juli 2026
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