Zum Inhalt springen

Datenverkauf von 140 Millionen BlaBlaCar-Konten im Darknet angeboten

Auf den Punkt: Ein mutmaßlicher Datensatz von 140 Millionen BlaBlaCar-Nutzern wird im Darknet angeboten, doch Sicherheitsforscher sind unsicher, ob es sich um einen neuen Vorfall oder um ältere Daten handelt.

Ein unbekannter Akteur bietet im Cybercrime-Forum eine Datenbank mit 140 Millionen Nutzerdatensätzen der Mitfahrplattform BlaBlaCar zum Verkauf an. BlaBlaCar hat sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert.

Der Anbieter hat eine Stichprobe von 43 Datensätzen veröffentlicht, die von Sicherheitsforschern von Cybernews analysiert wurden. Die Stichprobe enthält E-Mail-Adressen, Telefonnummern, mit Bcrypt gehashte Passwörter, Kontostatus, Geschlechtsangaben sowie Geräteinformationen wie Betriebssystem und App-Version. Hinzu kommen Fahrzeugdetails registrierter Fahrer.

Die Kombination dieser Datentypen stellt ein erhebliches Missbrauchsrisiko dar. Sicherheitsforscher warnen vor gezielten Phishing-Angriffen, die Kontaktdaten und Fahrzeuginformationen der Betroffenen ausnutzen können, sowie vor betrügerischen Anrufen, die auf personalisierter Information aufbauen. BlaBlaCar ist in 21 Ländern Europas und Lateinamerikas tätig und hat nach eigenen Angaben über 100 Millionen Mitglieder.

Unklar bleibt, ob es sich um einen aktuellen Sicherheitsvorfall handelt oder um ältere, erneut zirkulierende Datensätze. Die Analyse der Zeitstempel deutet darauf hin, dass die Daten möglicherweise nicht aus einem kürzlichen Einbruch stammen. Ein Sicherheitsforscher von Cybernews äußerte: „Ich bin etwas skeptisch, wie alt diese Daten sind. Die jüngsten Datumsangaben liegen um das Jahr 2025. Ich habe jedoch keine weiteren Beiträge darüber gesehen und auch keine Nachrichtenkanäle, die zuvor darüber berichtet hätten.“ Eine offizielle Stellungnahme oder Bestätigung des Vorfalls durch BlaBlaCar liegt bislang nicht vor.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 22. Juli 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.3.

Share on: