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DeepSeek-Chatverläufe durch Google indiziert: Geschäftsdaten in Suchmaschinen auffindbar

Auf den Punkt: Geteilte DeepSeek-Chats werden ohne Nutzer-Warnung von Google indexiert und ermöglichen Fremdzugriff auf vertrauliche Inhalte wie Geschäftsberichte und Quellcodes.

Google indiziert öffentlich geteilte Chatverläufe des KI-Dienstes DeepSeek und macht sie damit über Suchmaschinen zugänglich. Sicherheitsforscher David Konitzny von Peec AI dokumentierte, dass Anwender beim Erstellen von Teilen-Links keine explizite Warnung vor dieser Indexierung erhalten.

Die von Peec AI entdeckte Sicherheitslücke betrifft Chatverläufe, die über die Teilen-Funktion mit einem öffentlichen Link im Verzeichnis /share/ der Domain chat.deepseek.com freigegeben wurden. Dritte können diese Unterhaltungen durch gezielte Google-Suchanfragen mit dem Operator site:chat.deepseek.com/share aufrufen. Dabei handelt es sich nicht um einen technischen Fehler, sondern um eine Konsequenz unvollständiger Sicherheitskommunikation.

DeepSeek informiert Nutzer bei der Link-Erstellung zwar darüber, dass „jeder mit dem Link“ auf die Konversation zugreifen kann. Ein expliziter Hinweis, dass die URL von Suchmaschinen erfasst und in Suchergebnissen gelistet werden kann, fehlt jedoch in der Benutzeroberfläche. Konitzny beschrieb die Folge: „In der Praxis bedeutet das, dass ‚jeder‘ potenziell auch Personen umfassen kann, die die URL über eine Suchmaschine entdecken, und nicht nur diejenigen, mit denen der Link absichtlich geteilt wurde.“ Da Anwender KI-Assistenten zur Bearbeitung interner Aufgaben nutzen, können indexierte Chatverläufe persönliche Informationen, Geschäftsberichte, Quellcodes oder vertrauliche Dokumente enthalten.

Der Sicherheitsforscher kritisierte dabei grundsätzlich die Systemgestaltung: „Ein leistungsfähiges Modell kann immer noch erhebliche Datenschutzrisiken bergen, wenn die darum herum gebauten Systeme nicht mit der gleichen Sorgfalt entwickelt werden.“ Untersucht wurden verfügbare indexierte Links, wobei Unterhaltungen auf Russisch etwa 31 Prozent und auf Englisch rund 20 Prozent der Stichprobe ausmachten.

Für Nutzer besteht die Möglichkeit, bereits erstellte öffentliche Links nachträglich zu löschen. Dies geschieht in den Einstellungen unter dem Menüpunkt Daten und der Verwaltung geteilter Links. Nach der Entfernung wird der Zugriff über das Web unterbrochen, wobei jedoch eine vollständige Entfernung aus den Google-Indexen zusätzliche Zeit in Anspruch nehmen kann.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 24. Juli 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.3.

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