Auf den Punkt: Russische Akteure nutzen manipulierte Hotel-Router als Zwischenstation, um Microsoft-365-Zugangsdaten von Geschäftsreisenden zu stehlen.
IT-Sicherheitsforscher haben kompromittierte WLAN-Router in Hotels identifiziert, über die russische Angreifer Microsoft-365-Anmeldedaten abgreifen. Das Vorgehen zeigt eine neue Angriffsvektor gegen Geschäftsreisende und ihre Unternehmenskonten.
IT-Forscher haben Hotel-WLAN-Router entdeckt, die von Angreifern kompromittiert wurden. Über diese manipulierten Router leiten russische Angreifer den Datenverkehr von Hotelgästen ab und greifen dabei auf Microsoft-365-Zugangsdaten zu.
Die Methode richtet sich gezielt gegen Geschäftsreisende, deren Authentifizierungsdaten beim Verbindungsaufbau mit den Unternehmenskonten abgefangen werden. Für Organisationen bedeutet dies ein erhebliches Risiko: Sind Angreifer einmal im Besitz gültiger Anmeldedaten, können sie auf sensible Daten, E-Mail-Archive und Kollaborationstools zugreifen, ohne weitere Hürden zu überwinden.
Das Angriffsmuster unterstreicht die Notwendigkeit, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter im Umgang mit öffentlichen WLAN-Netzen schulen und die Verwendung von VPN-Verbindungen durchsetzen, insbesondere für den Zugriff auf unternehmenskritische Systeme. Zusätzlich sollten Multi-Faktor-Authentifizierung und bedingte Zugriffsprüfungen in Microsoft 365 aktiviert sein.
Quelle: www.heise.de · Erschienen 27. Juli 2026
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