Auf den Punkt: Ungepflegte Maschinenidentitäten in Cloud-Systemen schaffen Angriffswege, die traditionelle IAM-Kontrollen übersehen.
Der Security Researcher Aleksandr Krasnov hat gezeigt, dass inaktive nicht-menschliche Identitäten (NHI) Sicherheitsblindflecken in Cloud-Systemen schaffen. Mit dem neuen Open-Source-Tool NHI Hound stellt er ein Mittel bereit, solche verwaisten Vertrauenspfade zu identifizieren.
Nicht-menschliche Identitäten wie Service Accounts, API-Keys und Zertifikate werden in Cloud-Architekturen routinemäßig für Authentifizierung und Autorisierung eingesetzt. Viele dieser Identitäten werden jedoch im Lebenszyklus nicht mehr gepflegt, bleiben aber mit aktiven Berechtigungen bestehen – ein Phänomen, das als „Ghost Credentials“ bekannt ist.
Das Sicherheitsrisiko liegt darin, dass diese verwaisten Identitäten zu unbewachten Vertrauenspfaden führen können. Angreifer nutzen solche Schwachstellen, um seitlich durch Cloud-Systeme zu navigieren oder Privilegien zu eskalieren. Für CISOs ist dies besonders problematisch, da traditionelle Identitäts- und Zugriffsverwaltung (IAM) solche inaktiven, aber berechtigten Konten oft übersieht.
Mit NHI Hound bietet Krasnov ein Open-Source-Werkzeug, das Organisationen helfen soll, dormante nicht-menschliche Identitäten und ihre Vertrauensbeziehungen in Cloud-Umgebungen aufzuspüren. Das Tool zielt darauf ab, diese Sicherheitslücken sichtbar zu machen und damit Teil einer umfassenden Hygiene für Maschinenidentitäten zu werden.
Quelle: www.darkreading.com · Erschienen 28. Juli 2026
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