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Identitätsmanagement wird zur Schwachstelle bei KI-Agenten

Auf den Punkt: Die Mehrheit der Unternehmen ist nicht auf das schnelle Wachstum von KI-Agenten vorbereitet, deren Zahl bald menschliche Identitäten übersteigen wird.

90 Prozent der IT-Verantwortlichen sehen Nachholbedarf beim Identitätsmanagement für nicht-menschliche Identitäten. Eine IDC-Studie für Commvault zeigt massive Lücken bei der Steuerung von KI-Agenten und Maschinenidentitäten in Unternehmen.

Das IDC-Whitepaper „Resilience Operations: The Discipline that Makes Readiness Provable“ (veröffentlicht Juli 2026) basiert auf einer Befragung von 539 IT- und Resilienz-Entscheidern aus Nordamerika (80 Prozent USA, 20 Prozent Kanada). Alle Teilnehmer waren IT-Führungskräfte oder C-Level-Positionen mit Kenntnissen der Resilienzstrategie ihres Unternehmens. Etwa 85 Prozent der Befragten hatten bereits einen Cyberangriff erlebt.

90 Prozent der Befragten gaben an, ihre Fähigkeiten im Identitätsmanagement verbessern zu müssen, um Risiken agentenbasierter KI-Systeme einzudämmen. Der Grund liegt im zunehmenden Einsatz von KI-Agenten: Diese nicht-menschlichen Identitäten könnten die Anzahl menschlicher Identitäten in absehbarer Zeit übersteigen. KI-Agenten verfügen häufig über dauerhaften Zugriff auf kritische Systeme und lassen sich bei Bedarf schnell vervielfältigen. 58,7 Prozent der Befragten müssen ihren Identitätsverwaltungsansatz signifikant verbessern oder komplett überarbeiten.

Bei der praktischen Umsetzung zeigen sich erhebliche Defizite: Nur 26,7 Prozent der Teilnehmer haben dynamische rollenbasierte Zugriffskontrollen implementiert, die KI und Analysefunktionen unterstützen. Lediglich 24,7 Prozent dokumentierten und testeten bereits, wie Active Directory und Entra ID vor Manipulationen geschützt und im Ernstfall wiederhergestellt werden können. Ein weiteres Problem: 57,7 Prozent der Befragten haben ihr Minimum-Viability-Konzept – also die Definition kritischer Systeme, Prozesse und Funktionen für die Geschäftskontinuität – nicht vollständig definiert.

Für Entscheidungsträger relevant ist die Erkenntnis, dass 98,4 Prozent der Befragten eine enge Zusammenarbeit zwischen IT- und Sicherheitsteams für erforderlich halten. Fast 50 Prozent fordern dabei deutlich größere Anstrengungen als bisher. Lücken bestehen auch bei der Wiederherstellungsplanung, Reinraumkapazitäten und der allgemeinen Cyber-Resilienz. Commvault-CTO Vidya Shankaran betont: „Systeme zur Verwaltung von Benutzeridentitäten sind nicht auf die wachsende Zahl von KI-Agenten, Maschinenidentitäten und autonomen Workflows vorbereitet. Identität ist eine kritische Tier-0-Applikation, die entscheidend für das Vertrauen in eine reibungslose Wiederherstellung ist.“


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 29. Juli 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.3.

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