Auf den Punkt: Russische Angreifer exploitieren OWA-Schwachstelle, um nach Credential-Rotation Zugriff auf Postfächer zu behalten, und adressieren kritische Infrastruktur und Regierungsziele in USA und Europa.
Russische Bedrohungsakteure, die bereits die Zimbra-Schwachstelle ausgenutzt haben, greifen seit 22. Juli 2026 über eine Sicherheitslücke in Microsoft Outlook Web Access (OWA) US- und europäische Behörden sowie Unternehmen in Telekommunikation, Finanzen, Hospitality und Luftfahrt an.
Die beobachtete Kampagne startete am 22. Juli 2026 und richtet sich gezielt gegen behördliche und privatwirtschaftliche Einrichtungen. Die angezielten Sektoren umfassen Behörden in den USA und Europa, Telekommunikationsanbieter, Finanzinstitute, Hospitality-Unternehmen sowie Luft- und Raumfahrtunternehmen.
Die Angreifer nutzen eine Sicherheitslücke in Microsoft OWA aus, die es ihnen ermöglicht, auch nach einer Credential-Rotation Zugriff auf kompromittierte Postfächer zu behalten. Dies erschwert die Incident-Response erheblich, da Standard-Passwort-Resetverfahren nicht ausreichen, um den Angreifer aus dem System zu entfernen.
Dieselbe Akteurgruppe war zuvor an der Ausbeutung einer gepatchten Zimbra-Vulnerability beteiligt. Das Schachtelziel von Regierungsbehörden, kritischen Infrastrukturen und Finanzsektor deutet auf ein strategisches Informationsbeschaffungsziel hin. Für CISOs sind OWA-Systeme ein priorisiertes Audit- und Patch-Ziel, zudem sollten Mailbox-Zugriffe auf verdächtige Aktivitäten überwacht werden.
Quelle: thehackernews.com · Erschienen 30. Juli 2026
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