Auf den Punkt: KI-Einführung ist der primäre Treiber für höhere IT-Sicherheitsbudgets, während gleichzeitig KI-Schwachstellen und Schatten-KI zu neuen Risikofaktoren werden.
41 Prozent der weltweit befragten Großunternehmen führen höhere IT-Sicherheitsbudgets auf die KI-Einführung zurück. Parallel wächst das Risikobewusstsein: KI-Schwachstellen und unkontrollierte Tools (Schatten-KI) werden zunehmend als kritische Bedrohungen wahrgenommen.
Eine Kaspersky-Studie unter 1.800 IT- und Cybersicherheitsentscheidern aus 18 Ländern (darunter Deutschland) zeigt, dass KI-Implementierung das wichtigste Treiberelement für steigende Sicherheitsbudgets ist. 81 Prozent der befragten Großunternehmen evaluieren oder implementieren bereits interne, auf großen Sprachmodellen basierende KI-Tools; 18 Prozent haben diese bereits in ihre Arbeitsabläufe integriert.
Als weitere Budgettreiber nennen 36 Prozent der Unternehmen die Kosten durch IT-Sicherheitsverletzungen und 35 Prozent einen kürzlich erlebten oder knapp verhinderten Sicherheitsvorfall. Bei den wahrgenommenen Bedrohungen dominieren Phishing (22 Prozent) und groß angelegte Malware-Angriffe (20 Prozent); KI-Schwachstellen folgen bereits mit 19 Prozent. Unternehmen, die interne KI-Lösungen einsetzen, nennen als Ziele zu je 59 Prozent höhere Prozesseffizienz, weniger menschliche Fehler und bessere Ergebnisqualität.
Ein eigenständiges Risiko ergibt sich aus dem unkontrollierten Einsatz von KI-Tools durch die Belegschaft (Schatten-KI): 31 Prozent der Befragten sehen darin einen häufigen Risikofaktor. Entsprechend regulieren 59 Prozent der Organisationen solche Anwendungen durch Auflagen – etwa Verbote für die Eingabe von Firmendaten oder internen Dokumenten. 23 Prozent gestatten uneingeschränkten Zugriff, begleichen dies aber mit Schulungen und Sicherheitsleitlinien.
Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 31. Juli 2026
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