Auf den Punkt: Eine Sicherheitslücke in Azure Cosmos DB hätte es Angreifern ermöglicht, auf alle Kundendatenbanken zuzugreifen — Microsoft beherrschte die Lücke schnell, benötigte aber Monate für eine umfassende infrastrukturelle Neuausrichtung.
Das Sicherheitsunternehmen Wiz entdeckte eine kritische Schwachstelle in der Gremlin API von Azure Cosmos DB, die Angreifern Zugriff auf den Master-Schlüssel und damit auf alle Datenbanken hätte ermöglichen können. Microsoft behob die Lücke innerhalb von zwei Tagen, benötigte aber acht Monate für eine umfassende infrastrukturelle Neuausrichtung.
Wiz identifizierte einen kritischen Fehler in der Gremlin API, welche für die Verwaltung von Property-Graph-Daten in Azure Cosmos DB zuständig ist. Die Schwachstelle hätte es Angreifern ermöglicht, den Cosmos Master Key zu kompromittieren und damit auf primäre Schlüssel sämtlicher Cosmos-Datenbanken zuzugreifen.
Mit Zugriff auf den Master Key hätten Bedrohungsakteure vollständige Lese- und Schreibzugriffe auf alle Azure-Konten erhalten und hätten außerdem eine vollständige Liste aller Datenbanken im Service einsehen können — inklusive Subscription- und Tenant-IDs. Azure Cosmos DB ist ein NoSQL-Datenbanksystem, das Microsofts Cloud-Services zugrunde liegt und über SDKs für Python, Node.js, Java und .NET zugänglich ist.
Wiz offenbarte die Schwachstelle Microsoft im November 2025. Der Software-Konzern implementierte einen Hotfix innerhalb von zwei Tagen. Die vollständige Infrastruktur-Überarbeitung — einschließlich der Entfernung des Cosmos Master Keys und der Einführung neuer Schutzmaßnahmen — nahm acht weitere Monate in Anspruch.
Dies ist nicht das erste Sicherheitsrisiko dieser Art für Cosmos DB-Kunden: Im Jahr 2021 fand Wiz bereits eine Sicherheitslücke im Daten-Explorations-Tool Jupyter Notebook, die es Angreifern ermöglichte, auf Datenbankschlüssel und andere Secrets zuzugreifen.
Quelle: www.csoonline.com · Erschienen 31. Juli 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.3.