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Auswärtiges Amt warnt gemeinsam mit elf Staaten vor nordkoreanischen Fake-IT-Fachkräften

Auf den Punkt: Deutschland warnt gemeinsam mit zehn weiteren Staaten vor nordkoreanischen IT-Fachkräften, die unter falscher Identität Remote-Jobs annehmen, um Kernwaffen- und Raketenprogramme zu finanzieren und dabei auch Daten und Kryptowährungen entwenden.

Deutschland, die USA und neun weitere Staaten haben eine gemeinsame Warnung vor nordkoreanischen IT-Fachkräften veröffentlicht, die unter falscher Identität Remote-Arbeit annehmen und damit die Kernwaffen- und Raketenprogramme Nordkoreas finanzieren.

Das Auswärtige Amt hat zusammen mit den USA, Japan, Südkorea, Australien, Frankreich, Italien, Kanada, Neuseeland, Großbritannien und den Niederlanden eine Mitteilung veröffentlicht, die vor einem Netzwerk qualifizierter nordkoreanischer IT-Fachkräfte warnt. Diese operieren sowohl innerhalb als auch außerhalb Nordkoreas, beschaffen sich falsche Identitäten und erzielen über Remote-Arbeit Einkommen, das laut den Unterzeichnerstaaten in die rechtswidrigen nordkoreanischen Kernwaffen- und Raketenprogramme fließt.

Nach Angaben der Behörden geben sich die betroffenen Personen als Staatsangehörige anderer Länder aus und nutzen Online-Plattformen für Mitarbeitersuche, Beschaffung und Dienstleistungsvermittlung, um an Aufträge und Einkommen zu gelangen. Über diesen Zugang hinaus sollen sie Unternehmen auch von innen bedrohen: Die Mitteilung nennt Datenabfluss, Diebstahl von Kryptowährungen sowie Diebstahl sensibler Informationen als konkrete Bedrohungsszenarien. Die eingesetzten Methoden zur Verschleierung der wahren Identität würden zunehmend raffinierter, unter anderem durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Für CISOs ergibt sich daraus ein konkretes Risiko im Bereich Personalbeschaffung und Remote-Arbeit, insbesondere bei der Einstellung freiberuflicher IT-Kräfte über Plattformen für Auftragsvergabe. Die Unterzeichnerstaaten fordern Unternehmen, die solche Plattformen betreiben, sowie Firmen, die Remote-Personal einsetzen, auf, ihre Gegenmaßnahmen zu verstärken. Explizit genannt wird die Verbesserung der Identitätsprüfung im Einstellungsprozess als Ansatzpunkt.

Für Sicherheitsverantwortliche bedeutet dies, bestehende Prozesse zur Verifizierung von Auftragnehmern und externen IT-Mitarbeitern zu überprüfen, insbesondere bei Remote-Rollen mit Zugriff auf sensible Systeme, Kryptowährungsbestände oder vertrauliche Daten. Die gemeinsame Warnung von elf Staaten unterstreicht, dass es sich um ein koordiniertes, staatlich gestütztes Vorgehen handelt und nicht um Einzelfälle.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 3. August 2026
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