Auf den Punkt: Manifold Security deckte 77 gefälschte Entwickler-Erweiterungen auf Open VSX auf, die zwischen dem 26. Juli und 1. August 2026 System- und Umgebungsdaten exfiltrierten, bevor sie entfernt wurden.
Der Marktplatz Open VSX hat 77 Erweiterungen entfernt, die legitime Entwickler-Tools imitierten und dabei Informationen über Systeme und Entwicklungsumgebungen der Nutzer abgriffen. Die Funde stammen von Manifold Security und betreffen ein Verteilungsfenster zwischen dem 26. Juli und 1. August 2026.
Sicherheitsforscher von Manifold Security haben eine Gruppe von 77 Erweiterungen auf dem Open VSX-Marktplatz identifiziert, die sich als bekannte, legitime Entwickler-Tools ausgaben. Diese sogenannten „Evil Twin“-Pakete wurden im Zeitraum vom 26. Juli bis 1. August 2026 hochgeladen. Sie übertrugen Informationen über die Systeme und Entwicklungsumgebungen, auf denen sie installiert wurden, an Angreifer.
Open VSX ist ein offener Marktplatz für Erweiterungen, der unter anderem von VS Code-kompatiblen Editoren wie VSCodium, Gitpod und Eclipse Theia genutzt wird. Da die Plattform als offene Alternative zum offiziellen Visual Studio Code Marketplace dient, verlassen sich viele Entwicklungsteams und CI/CD-Umgebungen auf sie, ohne die gleichen Kuratierungs- und Prüfmechanismen wie bei proprietären Stores zu durchlaufen. Ein erfolgreicher Angriff auf dieser Ebene kann sich direkt in Entwicklerumgebungen und nachgelagerten Build-Pipelines auswirken.
Für Engineering-Teams bedeutet dieser Fall, dass die Namensähnlichkeit zu bekannten Tools („Evil Twin“) allein kein Vertrauenssignal ist. Vor der Installation von Erweiterungen aus Open VSX sollte der Publisher-Name, die Download-Historie und etwaige Code-Signaturen geprüft werden. Teams, die zwischen dem 26. Juli und 1. August 2026 Erweiterungen aus dem Marktplatz installiert haben, sollten ihre Entwicklungsumgebungen auf die von Manifold Security identifizierten Paketnamen prüfen und betroffene Installationen entfernen.
Open VSX hat die betroffenen 77 Pakete inzwischen aus dem Marktplatz entfernt. Weitere Details zu den konkreten Paketnamen, den genutzten Exfiltrationsmechanismen sowie der Identität der Angreifer lagen zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht vollständig vor.
Quelle: thehackernews.com · Erschienen 5. August 2026
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