Auf den Punkt: Rubrik führt mit Agent Identity eine Just-in-Time-Zugriffskontrolle für KI-Agenten ein, die zeitlich begrenzte Tokens, Richtlinienprüfung vor jeder Aktion und eine Rückgängig-Funktion kombiniert und sich in Entra ID sowie Okta integrieren lässt.
Rubrik erweitert seine Agent Cloud um die Sicherheitslösung „Agent Identity“, die Zugriffe autonomer KI-Agenten auf Anwendungen und Daten nach dem Just-in-Time-Prinzip kontrolliert. Für CISOs adressiert das eine zentrale Lücke: klassische Berechtigungskonzepte sind auf menschliche Nutzer mit dauerhaften Zugangsdaten ausgelegt, nicht auf autonom handelnde Agenten.
Rubrik hat mit „Agent Identity“ eine neue Komponente der Rubrik Agent Cloud vorgestellt, die den Zugriff von KI-Agenten auf Unternehmensanwendungen, Datenbanken und APIs steuern soll. Statt Agenten dauerhaft mit umfangreichen Rechten auszustatten, erhält laut Anbieter jeder einzelne Werkzeugaufruf ein zeitlich begrenztes Zugriffstoken. Vor jeder Aktion prüft die Plattform Identität, geltende Sicherheitsrichtlinien und den Kontext des angeforderten Vorgangs; nicht autorisierte Aktionen werden unmittelbar blockiert.
Die Lösung besteht aus vier Bausteinen: kontinuierliches Monitoring aller KI-Agenten und Model Context Protocols (MCP), identitätsbasierte Zugriffskontrolle, laufende Richtlinienprüfung sowie eine Rückgängig-Funktion namens „Agent Rewind“, mit der fehlerhafte Aktionen autonomer Agenten zurückgenommen werden können. Zusätzlich erstellt die Plattform ein Inventar aktiver Agenten, MCP-Server und Plugins, um bislang unkontrollierte KI-Anwendungen im Unternehmen sichtbar zu machen.
Für CISOs ist relevant, dass Agent Identity sich nach Angaben von Rubrik in bestehende Identitätslösungen wie Microsoft Entra ID und Okta integrieren lässt. Damit können vorhandene Identitäts- und Berechtigungskonzepte auf autonome Agenten ausgeweitet werden, ohne zusätzliche Verzeichnisdienste aufzubauen. Das Prinzip der minimalen Berechtigung soll dabei sicherstellen, dass Agenten nur auf die Ressourcen zugreifen, die für ihre konkrete Aufgabe tatsächlich notwendig sind.
Vor jedem Tool-Aufruf durchläuft der Zugriff mehrere Prüfschritte: Analyse des angeforderten Vorgangs und seines Kontexts, Abgleich mit Sicherheitsrichtlinien sowie Authentifizierung der Agentensitzung. Versucht ein Agent etwa ohne entsprechende Berechtigung Schreibzugriffe oder Datenänderungen auszuführen, wird die Aktion laut Rubrik automatisch verhindert. Für Sicherheitsverantwortliche liefert das einen praktikablen Ansatz, um die im Zuge der zunehmenden Agenten-Adoption entstehenden Governance-Lücken bei Identitäten und Berechtigungen zu schließen.
Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 6. August 2026
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