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Google-Threat-Intelligence-Chefin: KI treibt Zero-Day-Funde auf Rekordniveau

Auf den Punkt: Google-Threat-Intelligence-Chefin Sandra Joyce beobachtet, dass KI-Tools zu einer Rekordzahl an Zero-Day-Funden und einer Flut an Bug-Bounty-Meldungen führen, während Nutzer und Firmen zunehmend Ziel KI-gestützter Angriffe werden.

Sandra Joyce, Leiterin der Threat Intelligence bei Google, warnt vor einer durch KI beschleunigten Verschiebung der Bedrohungslage: Angreifer und Verteidiger setzen zunehmend automatisierte Werkzeuge ein, wodurch mehr Zero-Day-Schwachstellen entdeckt werden als je zuvor. Gleichzeitig geraten Bug-Bounty-Programme und Unternehmen durch KI-gestützte Angriffe unter Druck.

Laut Sandra Joyce, die bei Google den Bereich Threat Intelligence leitet, verändert der Einsatz von KI-Systemen den Cybersecurity-Bereich derzeit grundlegend. Bug-Bounty-Programme, über die Sicherheitsforscher Schwachstellen an Hersteller melden, werden nach ihrer Beobachtung mit einer Flut an Fehlerberichten überschwemmt. Ein wesentlicher Treiber dafür sind KI-gestützte Werkzeuge, die es sowohl legitimen Sicherheitsforschern als auch Angreifern erleichtern, Schwachstellen in Software automatisiert zu identifizieren. In der Folge werden nach Angaben von Joyce derzeit mehr Zero-Day-Lücken entdeckt als je zuvor.

Für Sicherheitsverantwortliche ergeben sich daraus zwei parallele Herausforderungen. Zum einen steigt die Zahl der zu bewertenden Schwachstellenmeldungen, was die Kapazitäten von Security-Teams und Bug-Bounty-Programmen zusätzlich belastet, da nicht jede automatisiert erstellte Meldung tatsächlich relevant oder korrekt ist. Zum anderen berichtet Joyce, dass Nutzer und Unternehmen zunehmend direkt Ziel von KI-gestützten Angriffen werden, etwa durch automatisiert erstellte Phishing-Kampagnen oder Angriffswerkzeuge, die Schwachstellen schneller ausnutzen als bislang üblich.

Für CISOs bedeutet diese Entwicklung, dass klassische Prozesse zur Priorisierung von Schwachstellenmeldungen und zur Reaktion auf Zero-Day-Funde überprüft werden müssen. Da Angreifer KI nutzen, um Schwachstellen schneller zu finden und auszunutzen, verschiebt sich auch für Verteidiger die Notwendigkeit, entsprechende Automatisierung in der eigenen Bedrohungserkennung und Patch-Priorisierung einzusetzen, um mit dem gestiegenen Tempo Schritt zu halten.


Quelle: www.heise.de · Erschienen 8. August 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.8.3.

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