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Exploit für kritische Sharepoint-Lücke geleakt: Tausende Server unter Beschuss

Auf den Punkt: Ein öffentlich gewordener Exploit für eine kritische Sharepoint-Sicherheitslücke setzt tausende ungepatchte Server laufenden Angriffen aus.

Microsoft-Sharepoint-Instanzen geraten erneut über eine kritische Sicherheitslücke ins Visier von Angreifern. Ein Exploit ist öffentlich geworden, laufende Angriffe gegen ungepatchte Server sind bereits im Gange.

Microsoft-Sharepoint-Server stehen abermals im Fokus einer Angriffswelle, die eine kritische Sicherheitslücke ausnutzt. Der zugehörige Exploit ist mittlerweile öffentlich verfügbar, wodurch die Einstiegshürde für Angreifer deutlich sinkt. Betroffen sind nach aktuellem Stand tausende Sharepoint-Instanzen, die im Internet erreichbar und nicht auf einem aktuellen Patch-Level sind.

Für CISOs bedeutet ein öffentlich zugänglicher Exploit gegen eine bereits bekannte, kritische Schwachstelle eine unmittelbare Risikoerhöhung: Die Zeitspanne zwischen Bekanntwerden der Lücke und ihrer massenhaften Ausnutzung verkürzt sich erheblich, sobald funktionsfähiger Exploit-Code kursiert. Sharepoint-Server sind in vielen Unternehmen zentrale Plattformen für Dokumentenmanagement und Zusammenarbeit und häufig mit weitreichenden internen Berechtigungen sowie Anbindungen an Active Directory und andere Kernsysteme ausgestattet. Ein erfolgreicher Angriff kann daher weit über den kompromittierten Server hinausreichen und seitliche Bewegungen im Netzwerk ermöglichen.

Sicherheitsverantwortliche sollten umgehend prüfen, ob eigene Sharepoint-Instanzen von der beschriebenen Lücke betroffen sind, und die von Microsoft bereitgestellten Sicherheitsupdates zeitnah einspielen. Wo ein sofortiges Patchen aus betrieblichen Gründen nicht möglich ist, empfiehlt sich eine vorübergehende Einschränkung der Erreichbarkeit der Server aus dem Internet sowie eine verstärkte Überwachung der zugehörigen Logs auf Anzeichen einer Kompromittierung.


Quelle: www.golem.de · Erschienen 13. August 2026
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