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Identität als neue Kontrollebene: Warum klassisches Access Management nicht mehr reicht

Auf den Punkt: Da Maschinen-Identitäten die Zahl menschlicher Accounts in Unternehmen bereits übersteigen, fordert One-Identity-CEO Praerit Garg eine konsolidierte Identity Governance statt fragmentierter, gewachsener Access-Management-Strukturen.

Angreifer übernehmen Konten inzwischen schneller, als Sicherheitsteams reagieren können, während die Zahl der Maschinen-Identitäten in Unternehmen die der Mitarbeiter bereits übersteigt. Praerit Garg, CEO von One Identity, erklärt gewachsene Zugriffsverwaltungsmodelle für überholt und skizziert Anforderungen an eine moderne Identity Governance.

Praerit Garg, CEO des Identity-Security-Anbieters One Identity, beschreibt in einem Kommentar eine Verschiebung der Bedrohungslage: Angreifer sind mittlerweile in der Lage, kompromittierte Konten schneller zu übernehmen und auszunutzen, als klassische Sicherheitsteams reagieren können. Gleichzeitig hat sich die Struktur der Identitäten in Unternehmen verändert – die Zahl der Maschinen-Identitäten, etwa von Service-Accounts, APIs, Bots und KI-Agenten, liegt inzwischen über der Zahl menschlicher Mitarbeiter-Accounts.

Für CISOs bedeutet das eine Verschiebung der Kontrollebene: Klassisches Access Management, das primär auf statisch vergebene Rollen und periodische Rezertifizierungen menschlicher Nutzerkonten ausgelegt ist, greift bei dynamisch entstehenden und oft kurzlebigen Maschinen-Identitäten zu kurz. Garg argumentiert, dass gewachsene Identity-und-Access-Management-Strukturen, die über Jahre durch Zukäufe von Punktlösungen entstanden sind, in der Praxis blinde Flecken erzeugen – etwa bei der Sichtbarkeit darüber, welche Identität auf welche Ressource zugreifen kann und ob dieser Zugriff noch benötigt wird.

Als Anforderung an eine moderne Identity Governance nennt der Kommentar eine konsolidierte, durchgängige Steuerung über den gesamten Lebenszyklus einer Identität hinweg – von der Provisionierung bis zur Deprovisionierung – sowie eine einheitliche Sichtbarkeit über menschliche und nicht-menschliche Identitäten hinweg, statt getrennter Tools für unterschiedliche Identitätstypen.

Für Sicherheitsverantwortliche liefert der Beitrag keine neuen technischen Spezifikationen oder Produktankündigungen, sondern eine strategische Einordnung: Identity Governance sollte nicht mehr als nachgelagerte Compliance-Funktion, sondern als zentrale Sicherheitskontrolle behandelt werden, insbesondere angesichts der wachsenden Zahl von KI-Agenten und automatisierten Prozessen, die eigenständig auf Unternehmensressourcen zugreifen.


Quelle: itwelt.at · Erschienen 20. August 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.8.3.

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