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Europäische Umweltagentur fordert Transparenzpflicht für Energiebudgets von Rechenzentren

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Auf den Punkt: Rechenzentren verbrauchen bereits drei Prozent des EU-Stroms; ohne Transparenzpflichten und Regulierung gefährdet die KI-Expansion die Klimaneutralität Europas.

Die Europäische Umweltagentur warnt vor der massiven Energiebilanz der geplanten KI-Infrastrukturexpansion in der EU und fordert verbindliche Offenlegungspflichten für Rechenzentren. Ohne transparente Messung lasse sich der Klimakurs der Union nicht halten.

Die Europäische Umweltagentur (EUA) mit Sitz in Kopenhagen verlangt, dass die EU technische Unternehmen zur Offenlegung der ökologischen Auswirkungen ihrer Rechenzentren verpflichtet. Direktor Leena Ylä-Mononen machte in einem Interview mit Politico deutlich: „Was man nicht messen kann, kann man nicht managen.“ Bislang fehlen standardisierte Messungen und Best-Practice-Standards für die Umweltbilanz von Datenzentren.

Die Zahlen zeigen das Ausmaß: Rechenzentren verbrauchen bereits drei Prozent des europäischen Stroms, in Irland liegt der Anteil bei bis zu 20 Prozent. Die EU plant eine Vervielfachung der Rechenkapazität um das Dreifache innerhalb von sieben Jahren, um mit China und den USA im KI-Wettbewerb mithalten zu können. Eine separate Kommissionsdokumentation, die Politico vorliegt, offenbart ein Transparenz-Defizit: Nur 36 Prozent der Rechenzentren, die zur Offenlegung ihrer Energieeffizienz verpflichtet sind, erfüllen diese Auflagenbisher.

Ylä-Mononen warnt vor exponentieller Lastwachstum: Sollte der KI-Boom weiter zunehmen, entstehen erhebliche Probleme bei der Stromversorgung. Die Nachfrage wachse schneller als das Angebot und konkurriere zunehmend mit anderen Branchen. Ein wesentliches Problem bleibt die Herkunft der Energie: Bislang stamme sie nur teilweise aus erneuerbaren Quellen.

Die Europäische Kommission arbeitet an Vorschriften zur Regulierung des Energieverbrauchs von Rechenzentren. Ein Rating-System für Rechenzentren ist Teil dieser neuen Regelungen und soll ab 2030 zu verbindlichen Mindeststandards für Energieeffizienz führen. Die Präsentation wurde mehrfach verschoben und ist nun für Anfang Juni geplant. Allerdings geriet die Kommission unter Druck von Abgeordneten des Europaparlaments, nachdem bekannt wurde, dass eine Geheimhaltungsklausel — auf Lobbying von Microsoft und anderen US-Tech-Konzernen hin eingefügt — es Rechenzentren erlaubt, Energieverbrauch zu verbergen.

Für Chief Data Officer ist das zentral: Die kommenden Regulierungen werden nicht nur technische Standards setzen, sondern auch Wettbewerbsbedingungen und Investitionsentscheidungen bei der Standortwahl von Rechenzentren prägen. Mangelnde Transparenz macht es für Unternehmen und Behörden derzeit unmöglich, die tatsächlichen Auswirkungen von KI-Modellen zu bewerten.


Quelle: www.politico.eu · Erschienen 25. Mai 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.2.8.

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