Auf den Punkt: Metas KI-Support-Chatbot ermöglichte Angreifern, Instagram-Konten zu übernehmen, indem er E-Mail-Adressen während des Passwort-Reset-Prozesses änderte.
Angreifer haben eine Sicherheitslücke in Metas KI-gestütztem Support-Chatbot ausgenutzt, um Zugang zu etablierten Instagram-Konten zu erlangen. Die Attacke erfolgte über die Passwort-Reset-Funktion, bei der die KI unberechtigt angebundene E-Mail-Adressen änderte.
Sicherheitsforscher haben eine kritische Schwachstelle in Metas ausgelagertem KI-Support-System identifiziert. Hackern gelang es, hunderte Instagram-Konten zu kapern, indem sie die Passwort-Reset-Funktion exploitierten und den KI-Chatbot aufforderten, die mit den Zielkonten verknüpften E-Mail-Adressen zu ändern. Die KI-gestützte Support-Automatisierung führte diese sensiblen Änderungen durch, ohne angemessene Verifizierungsmechanismen durchzusetzen.
Besonders brisant ist, dass auch langjährige und hochkarätige Konten betroffen waren — das zeigt, dass die Lücke nicht nur Gelegenheitsnutzer gefährdete. Die Angreifer nutzten somit eine grundsätzliche Designschwäche: Ein KI-System, das administrative Kontoänderungen vornehmen kann, erhielt unzureichende oder keine Richtlinien zur Identitätsverifizierung bei kritischen Operationen.
Für CISOs unterstreicht dieser Vorfall ein zentrales Risiko der KI-Auslagern in Customer-Support-Prozessen. Während KI-Chatbots Skalierbarkeit versprechen, dürfen sicherheitskritische Funktionen — insbesondere solche, die E-Mail-Adressen oder Authentifizierungsmechanismen ändern — nicht ohne explizite mehrstufige Verifizierung delegiert werden. Die Incident zeigt auch, dass eine reine Automatisierung potenziell gefährlicher ist als menschlicher Support mit Autorisierungspflichten.
Quelle: borncity.com · Erschienen 2. Juni 2026
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