Eine manipulierte Benachrichtigung über WhatsApp, Slack, SMS, Signal, Instagram oder Messenger konnte Google Gemini auf Android-Geräten kapern und zur Ausführung beliebiger Aktionen bewegen – ohne dass eine bösartige App auf dem Telefon installiert sein musste.
Sicherheitsforschende haben eine Schwachstelle in Google Gemini identifiziert, bei der der Sprachassistent manipulierte Benachrichtigungen als legitime Befehle interpretieren konnte. Eine einzige vergiftete Notification aus etablierten Messaging-Apps oder SMS genügte, um die Kontrolle über den Assistenten zu übernehmen.
Durch solche Attacken wären folgende Szenarien möglich gewesen: Öffnen verbundener Smart-Home-Geräte (etwa Fenster und Türen), Verfassen von Nachrichten unter falschen Voraussetzungen (etwa gefälschte Nachrichten vom Chef), automatisches Initiieren von Zoom-Anrufen oder stille Manipulation der Langzeitgedächtnis-Funktion des Assistenten. Der Angriff erforderte weder eine Sicherheitslücke im Kernel noch eine mit Administratorrechten installierte Malware-App.
Die Schwachstelle lag darin, dass Gemini Benachrichtigungen unzureichend validierte und sie nicht angemessen als externe, potentiell feindselige Eingaben behandelte. Die Forschungsergebnisse haben Google zur Verfügung gestanden und wurden offensichtlich adressiert.
Manipulierte Benachrichtigungen aus Chat-Apps konnten Google Gemini auf Android ohne Installation einer Malware-App kapern und zu schädlichen Aktionen bewegen.
Quelle: thehackernews.com · Erschienen 3. Juni 2026
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