Auf den Punkt: SIEM bleibt trotz KI-Hype das operative Fundament der Threat-Detection und Compliance-Dokumentation in Unternehmensnetzen.
SIEM-Lösungen sind unverändert zentral für die Sicherheitsinfrastruktur von Unternehmen, rücken aber zunehmend in den Schatten von KI-gestützten Ansätzen. Ein Überblick über die bewährten Kernaufgaben.
Security Information and Event Management (SIEM) sammelt und korreliert Sicherheitsereignisse aus verteilten Systemen, Anwendungen und Netzwerkkomponenten zentral. Die Plattformen werden oft als althergebracht wahrgenommen, erfüllen aber weiterhin unverzichtbare Funktionen in der Sicherheitslandschaft von Unternehmen.
Zu den Kernaufgaben gehört die Erkennung von Anomalien und Angreiferverhalten durch Regelwerk und statistische Analyse — beispielsweise verdächtige Anmeldeversuche, Netzwerkverkehr zu bekannten Malware-Servern oder unerwartete Datenabflüsse. Daneben dokumentieren SIEM-Systeme Ereignisse für regulatorische Anforderungen wie DSGVO, NIS2 oder Audit-Pflichten. Sie bilden zudem die Grundlage für Forensik nach Sicherheitsvorfällen.
Obwohl KI-Technologien zunehmend in Security-Tools integriert werden, verdrängen sie SIEM nicht, sondern ergänzen es: Automatisierte Behavioral Analytics können Muster schneller identifizieren, während klassische SIEM-Regelwerk und langfristige Ereigniskorrelation liefern. Für CISOs bleibt SIEM ein unverzichtbarer Eckpfeiler neben neueren Ansätzen wie Extended Detection and Response (XDR) oder Cloud Access Security Brokers (CASB).
Quelle: www.computerweekly.com · Erschienen 11. Juni 2026
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