Auf den Punkt: Broadcom schließt in VMware Fusion 26H27416 eine als hoch eingestufte TOCTOU-Schwachstelle (CVE-2026-41702), die authentifizierten lokalen Angreifern Root-Rechte verschaffen kann.
Broadcom hat für VMware Fusion ein Sicherheitsupdate veröffentlicht, das eine als "hoch" eingestufte Schwachstelle in einem SETUID-Binary schließt. Angemeldete lokale Angreifer könnten die Lücke nutzen, um sich Root-Rechte zu verschaffen.
Die unter CVE-2026-41702 geführte Schwachstelle betrifft VMware Fusion, mit dem sich auf macOS virtuelle Maschinen erstellen und betreiben lassen. Ursache ist ein Time-of-Check-to-Time-of-Use-Fehler (TOCTOU) in einem SETUID-Binary der Software. Dabei entsteht ein Zeitfenster zwischen der Prüfung einer Ressource und ihrer tatsächlichen Verwendung, das Angreifer ausnutzen können, um die Ressource in der Zwischenzeit zu manipulieren und schädlichen Inhalt einzuschleusen. Über welchen konkreten Mechanismus die Rechteausweitung anschließend erfolgt, gibt Broadcom nicht bekannt.
Voraussetzung für einen erfolgreichen Angriff ist, dass der Angreifer bereits lokal am System authentifiziert ist. Es handelt sich also nicht um eine remote ausnutzbare Schwachstelle ohne Vorbedingungen, sondern um eine Privilege-Escalation-Lücke, mit der ein bereits eingeloggter, aber niedriger privilegierter Nutzer volle Root-Rechte und damit die Kontrolle über das gesamte System erlangen kann.
Betroffen ist VMware Fusion in der Version 25H2. Broadcom hat das Problem in Version 26H27416 behoben. Administratoren und Nutzer, die VMware Fusion auf macOS-Systemen einsetzen, sollten das Update zeitnah einspielen, insbesondere auf Systemen mit mehreren lokalen Benutzerkonten oder in Umgebungen, in denen physischer beziehungsweise lokaler Zugriff nicht ausschließlich vertrauenswürdigen Personen vorbehalten ist.
Quelle: www.heise.de · Erschienen 15. Mai 2026
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