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Anthropic führt Identitätsprüfungen für Claude-Nutzer ein

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Auf den Punkt: Anthropic führt verpflichtende Identitätsprüfungen für private Claude-Nutzer ein, um Exportrestriktionen auf fortgeschrittene Modelle technisch durchsetzen zu können.

Anthropic wird ab dem 8. Juli 2026 Alters- und Identitätsprüfungen für Nutzer der kostenlosen und kostenpflichtigen Claude-Tarife durchführen. Die Maßnahme zielt auf die Einhaltung von US-Exportkontrollen und Jugendschutzbestimmungen.

Das KI-Unternehmen Anthropic hat seine Datenschutzrichtlinie überarbeitet und sieht ab dem 8. Juli 2026 vor, Alters- und Identitätsprüfungen bei Nutzern der Tarife Claude Free, Claude Pro und Claude Max durchzuführen. Die Verifizierung betrifft ausschließlich Privatkonten; Geschäftskunden mit Team-, Enterprise- oder API-Zugang sind ausgenommen. Anthropic nennt als Begründung die Erhöhung der Dienst-Sicherheit, ohne konkrete Kriterien zu nennen, die eine Überprüfung auslösen.

Im Verifizierungsprozess können folgende Daten erfasst werden: Abbilder behördlich ausgestellter Ausweisdokumente mit Identifikationsnummer und Geburtsdatum, Lichtbilder oder Videoaufnahmen des Nutzers, biometrische Vorlagen der Gesichtsmorphologie sowie das Ergebnis der Prüfung selbst. Anthropic betont, dass Verifizierungsdaten getrennt vom Trainingsprozess behandelt werden und das Unternehmen weiterhin keine Nutzerdaten verkauft oder Werbung schaltet.

Der Schritt folgt unmittelbar auf regulatorische Einschnitte durch die US-Regierung. Am 12. Juni 2026 sperrte das US-Handelsministerium unter Howard Lutnick den weltweiten Zugriff auf die Modelle Claude Fable 5 und Claude Mythos 5 – auch für ausländische Mitarbeiter von Anthropic selbst. Grund sind US-Exportkontrollen gegen China und Russland, die den Missbrauch fortgeschrittener amerikanischer KI-Systeme durch Geheimdienste oder Militärakteure unterbinden sollen.

Anthropic konnte die Nationalität von Nutzern in Echtzeit nicht überprüfen und deaktivierte deshalb die Modelle komplett. Mit den Identitätsprüfungen schafft das Unternehmen nun die technische Infrastruktur, um Exportrestriktionen und Jugendschutzbestimmungen gezielt durchzusetzen und künftige Modellsperrungen zu vermeiden.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 17. Juni 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.1.

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