Auf den Punkt: Verhaltensanalyse-basierte Zugriffskontrollen erkennen kompromittierte UC-Konten durch Anomalieerkennung und reduzieren das Risiko von Datenlecks deutlich wirksamer als statische Regelwerke.
Statische Zugriffsregeln bieten unzureichenden Schutz für moderne Unified-Communications-Systeme. Verhaltensbasierte Kontrollen erkennen kompromittierte Konten durch anomale Zugriffsmuster und blockieren Datenzugriffe in Echtzeit.
UC-Plattformen wie Teams, Slack oder WebEx werden zunehmend zur Zielscheibe für Angreifer, die kompromittierte Konten ausnutzen, um auf sensible Unternehmensdaten zuzugreifen. Traditionelle, regelbasierte Zugriffskontrollen arbeiten mit statischen Kriterien wie Rollen oder IP-Adressen und können sich schnell ändernde Bedrohungsmuster nicht erfassen.
Verhaltensbasierte Kontrollsysteme dagegen lernen normale Zugriffsmuster einzelner Nutzer und ihrer Rollen kontinuierlich und erkennen Anomalien in Echtzeit: ungewöhnliche Zugriffszeiten, Login-Orte, Häufigkeiten von Datenabfragen oder Änderungen an Berechtigungen. Bei Abweichungen können Systeme automatisch Zugriffe blockieren oder eine Zusatzauthentifizierung fordern, ohne legitime Nutzer zu behindern.
Für CISOs bedeutet dies eine Reduzierung des Zeit-zu-Erkennung bei Kompromittierungen und ein niedrigeres Risiko, dass Insider-Bedrohungen oder externe Eindringlinge über gestohlene Credentials Zugang zu Kommunikations- und Dokumentenplattformen erlangen. Die Implementierung erfordert allerdings ausreichend historische Nutzungsdaten zur Baseline-Erstellung und eine sorgfältige Kalibrierung, um False-Positive-Raten zu minimieren.
Quelle: www.computerweekly.com · Erschienen 19. Juni 2026
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