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Identitätsschutz als neue Kontrollebene in Unternehmensnetzwerken

Auf den Punkt: Identitätsverwaltung entwickelt sich von einer administrativen IT-Funktion zur zentralen Sicherheitskontrollschicht, da klassische Netzwerkperimeter durch Cloud, Remote-Arbeit und KI-Agenten zunehmend verschwinden.

Für den Zugriff auf Unternehmensnetzwerke reicht heute oft eine gültige Anmeldung anstelle komplexer Malware. Identitätsverwaltung hat sich damit von einer IT-Routinefunktion zur zentralen Kontrollebene der Unternehmenssicherheit entwickelt.

Frank Schwaak von Rubrik beschreibt in einem Meinungsbeitrag bei ComputerWeekly.de eine Verschiebung in der IT-Sicherheit: Identitäten fungieren nicht mehr nur als administrative Verwaltungsgröße, sondern als primäre Steuerungsschicht heutiger Unternehmensinfrastrukturen. Angreifer benötigen demnach häufig keine fortgeschrittenen technischen Mittel mehr, um in Netzwerke einzudringen – eine funktionierende Anmeldung mit gültigen Zugangsdaten kann bereits genügen.

Verschärft wird diese Entwicklung laut dem Beitrag durch die zunehmende Verbreitung KI-gestützter Agentensysteme, die die Zahl nichtmenschlicher Identitäten (NHIs) in Unternehmensumgebungen deutlich erhöht. Zusätzlich lösen der Umzug in Cloud-Infrastrukturen, weitverbreitete Remote-Arbeit sowie der wachsende Einsatz agentenbasierter KI die traditionellen Netzwerkperimeter zunehmend auf. Feste Grenzen, an denen Sicherheitskontrollen früher ansetzten, existieren in vielen Umgebungen dadurch nicht mehr in der gewohnten Form.

Für Sicherheitsverantwortliche bedeutet dies laut dem Beitrag, dass Identitäten – sowohl menschliche als auch maschinelle – als eigenständige, kritische Angriffsfläche behandelt werden müssen. Der Autor konstatiert, dass viele Organisationen ihre Sicherheitsstrategien bislang noch nicht entsprechend angepasst haben, obwohl sich die Bedrohungslage bereits grundlegend verändert hat.

Für Praktiker in DACH-Unternehmen liegt die praktische Konsequenz darin, Identity- und Access-Management nicht länger als nachgelagerte IT-Betriebsaufgabe zu betrachten, sondern als integralen Bestandteil der Sicherheitsarchitektur. Dazu gehört insbesondere die systematische Erfassung und Kontrolle nichtmenschlicher Identitäten, etwa von Service-Konten und KI-Agenten, die zunehmend eigenständig auf Unternehmensressourcen zugreifen.


Quelle: www.computerweekly.com · Erschienen 15. Mai 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.8.2.

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