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Ivanti EPM: Drei Sicherheitslücken erlauben SQL-Injection und Rechteausweitung

Auf den Punkt: Ivanti schließt mit EPM 2024 SU6 drei Sicherheitslücken (CVSS bis 8.8), die SQL-Injection, Rechteausweitung und den Diebstahl von Zugangsdaten ermöglichen, wobei bislang keine aktive Ausnutzung bekannt ist.

Ivanti warnt vor drei Schwachstellen im Endpoint Manager (EPM), die authentifizierten Angreifern das Einschleusen von Schadcode, das Ausweiten von Rechten und das Abgreifen von Zugangsdaten ermöglichen. Die Version EPM 2024 SU6 behebt die Probleme.

In einer Sicherheitsmitteilung beschreibt Ivanti drei Schwachstellen im Endpoint Manager, einer Verwaltungssoftware für Benutzer und Geräte im Netzwerk. Eine SQL-Injection-Lücke in der Web-Konsole erlaubt authentifizierten Angreifern aus dem Netz das Einschleusen und Ausführen von Schadcode (CVE-2026-8111, CVSS 8.8, Risiko „hoch“). Eine fehlerhafte Rechtezuweisung im Agenten des Endpoint Managers ermöglicht lokal angemeldeten böswilligen Akteuren eine Ausweitung ihrer Systemrechte (CVE-2026-8110, CVSS 7.8, Risiko „hoch“). Im Core-Server des Endpoint Managers können angemeldete Netzwerk-Angreifer Zugangsdaten abgreifen, da eine „exponierte gefährliche Methode“ (CWE-749) nicht ausreichend abgesichert ist (CVE-2026-8109, CVSS 6.5, Risiko „mittel“). Die zugehörige Mitteilung der Zero Day Initiative (ZDI) weist für Letztere einen niedrigeren CVSS-Wert aus und verweist zusätzlich darauf, dass der bestehende Authentifizierungsmechanismus umgangen werden kann.

Die Schwachstellen wurden von der Zero Day Initiative von Trend Micro gemeldet, die inzwischen unter der Marke TrendAI auftritt. Ivanti betont, dass die Lücken – trotz der Namensähnlichkeit – nicht den Endpoint Manager Mobile (EPMM) betreffen, sondern ausschließlich den regulären Endpoint Manager. Nach Angaben des Herstellers liegen derzeit keine Hinweise auf aktive Ausnutzung der Schwachstellen vor, weshalb auch keine Indicators of Compromise (IOC) veröffentlicht werden können.

Für IT-Verantwortliche, die Ivanti EPM im Netzwerk betreiben, ist die zügige Installation der korrigierten Version 2024 SU6 angeraten. Angesichts der wiederholten Häufung von Schwachstellen in Ivanti-Verwaltungssoftware in den vergangenen Monaten sollte die Aktualisierung priorisiert erfolgen, auch ohne aktuell bekannte Angriffe. Erst in der Vorwoche hatte Ivanti mit einem Update für EPMM bereits im Internet aktiv angegriffene Sicherheitslücken geschlossen, was zeigt, dass entsprechende Produkte regelmäßig ins Visier von Angreifern geraten.


Quelle: www.heise.de · Erschienen 15. Mai 2026
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