Auf den Punkt: Anthropic behoben drei technische Fehler in Claude Code und zugehörigen Produkten, die zwischen März und April zu Qualitätsverlusten führten. Alle Probleme sind seit 20. April gelöst. Nutzer erhalten Rückerstattung von Nutzungskontingenten.
Anthropic hat drei separate technische Probleme identifiziert und behoben, die in den vergangenen Wochen zu Qualitätseinbußen bei Claude Code, dem Claude Agent SDK und Claude Cowork führten. Die API blieb dabei unbeeinträchtigt. Alle Probleme wurden zum 20. April (Version 2.1.116) gelöst.
Im Laufe des März und April untersuchten die Ingenieure von Anthropic mehrere Berichte über verschlechterte Claude-Antworten. Die Analyse offenbarte drei unterschiedliche Ursachen:
Erstens wurde am 4. März die Standard-Denkintensität von Claude Code von „hoch“ auf „mittel“ herabgesetzt, um extrem lange Wartezeiten zu reduzieren, die das Interface einfrieren ließen. Dies erwies sich jedoch als falscher Kompromiss. Die Änderung wurde am 7. April rückgängig gemacht, nachdem Nutzer deutlich machten, dass sie höhere Intelligenz bevorzugen und optional zu niedrigerer Intensität für einfache Aufgaben greifen möchten.
Zweitens führte ein Fehler dazu, dass das System Claudes ältere Gedankenprozesse aus untätigen Sitzungen nicht nur einmalig, sondern bei jedem folgenden Turn löschte. Dies ließ Claude vergesslich und repetitiv wirken und wurde am 10. April korrigiert.
Drittens wurde am 16. April eine Systemanweisung zur Reduktion von Ausschweifungen hinzugefügt, die die Code-Qualität beeinträchtigte. Sie wurde am 20. April entfernt.
Die gestaffelten Änderungen erzeugten den Eindruck einer breitflächigen Verschlechterung, wobei interne Tests die Probleme zunächst nicht reproduzierten. Als Reaktion setzt Anthropic ab dem 23. April die Nutzungskontingente für alle Abonnenten zurück.
Quelle: www.anthropic.com