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Cyber-Versicherungsprämien sinken, Ausschlussklauseln werden breiter

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Auf den Punkt: Sinkende Cyber-Versicherungsprämien werden durch erweiterte Ausschlussklauseln kompensiert, wodurch die tatsächliche Deckung sinkt.

Cyber-Versicherungsprämien fallen, doch Versicherer schränken gleichzeitig ihre Leistungen durch zusätzliche Ausschlussklauseln ein. Viele Policen bieten beispielsweise keinen Schutz für Social-Engineering-Angriffe wie ClickFix.

Der Cyber-Versicherungsmarkt durchlebt eine Umstrukturierung: Während die Prämien fallen, erweitern Versicherer gezielt ihre Ausnahmeregelungen. Besonders Social-Engineering-Attacken wie ClickFix – bei denen Nutzer dazu verleitet werden, Malware selbst herunterzuladen – sind zunehmend von der Deckung ausgenommen.

Für CISOs bedeutet dies eine doppelte Risikosituation. Die vermeintlich niedrigeren Versicherungskosten dürfen nicht über die tatsächlich reduzierten Leistungen hinwegtäuschen. Gerade Social-Engineering-Vektoren gehören zu den häufigsten Angriffstypen und erfordern daher explizite Versicherungsdeckung, um Sicherheitsinvestitionen vollständig zu schützen.

Bei der Verhandlung oder Evaluierung von Cyber-Versicherungspolicen sollten CISOs folgende Punkte systematisch überprüfen: Welche Angriffsarten sind explizit ausgeschlossen? Welche Schwachstellen (Zero-Days, Misconfigurations) sind nicht versichert? Wie wirken sich Ausschlussklauseln auf die Real-World-Bedrohungslage aus? Eine billigere Police mit breiten Lücken bietet am Ende weniger Schutz als eine teurere mit umfassender Deckung.


Quelle: www.darkreading.com · Erschienen 3. Juni 2026
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