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OpenAI plädiert für Evaluation von KI-Systemen durch Zivilbehörden statt NSA

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Auf den Punkt: OpenAI fordert verbindliche Evaluierungen von KI-Modellen durch das Handelsdepartement statt durch Geheimdienste und setzt dabei auf bereits etablierte Beziehungen zu führenden Laboren.

OpenAI widerspricht in einem neuen Politikpapier der kürzlich unterzeichneten Executive Order des Weißen Hauses in zwei wesentlichen Punkten und drängt Washington zur Stärkung des Center for AI Standards and Innovation (CAISI) statt der National Security Agency bei der Überwachung fortgeschrittener KI-Systeme.

Das Weißen Haus hatte am Dienstag eine freiwillige Bewertungsrichtlinie für fortgeschrittene KI-Systeme auf Cybersecurity-Risiken erlassen, unter Führung der National Security Agency. OpenAI schlägt dagegen vor, dass verbindliche Evaluierungen von fortgeschrittenen KI-Modellen stattfinden, diese aber vom Center for AI Standards and Innovation (CAISI) des National Institute of Standards and Technology im Handelsdepartement durchgeführt werden sollten.

Das Unternehmen argumentiert, dass das CAISI bereits funktionierende Beziehungen zu führenden KI-Unternehmen aufgebaut hat: OpenAI, Anthropic und weitere Labs haben sich bereits verpflichtet, Informationen über neue Modelle mit CAISI zu teilen. Die NSA verfügt über solche etablierten Verbindungen nicht. OpenAI-Sprecher Chris Lehane betonte zudem Bedenken gegen das Vorhaben des Weißen Hauses, Bewertungskriterien auf klassifizierter Basis zu entwickeln, da dies für Unternehmen unklar machen könnte, wann ihre Modelle unter NSA-Kontrolle fallen.

CEO Sam Altman traf sich am Mittwoch mit Weißen-Haus-Offiziellen und Kongressabgeordneten beider Parteien, um OpenAIs Positionen zu vertreten. Lehane deutete an, dass die nächsten 60 Tage – der Zeitrahmen, den die Executive Order den Behörden zur Ausarbeitung von Details gibt – entscheidend sein könnten, um OpenAIs Ansätze in die finale Regelung einzubringen. Auch Kongressmitglieder erwägen Pläne zur Ausweitung von CIASIs Befugnissen.

OpenAI plädiert darüber hinaus für verpflichtende Evaluierungsprozesse, bei denen kein einzelnes Labor einseitig entscheiden kann, aber lehnt derzeit aggressivere Maßnahmen ab – etwa eine staatliche Genehmigungspflicht vor der Modellfreigabe. Lehane begründete dies damit, dass zunächst ein robustes Evaluierungsrahmenwerk etabliert sein müsse, bevor weitergehende Regulierungen diskutiert werden könnten.


Quelle: www.politico.com · Erschienen 3. Juni 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.2.9.

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